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2002-06-22 17:24:08 - ks
F1: Startreihe eins für BMW-Williams

Dritte Pole in Folge: Juan Pablo Montoya
Beim Qualifying zum Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring belegten Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher die Plätze eins und zwei. Denkbar knapp holte der Kolumbianer die dritte Pole-Position dieser Saison in Folge. Weniger als einer Hundertstelsekunde Rückstand hatte Ralf Schumacher am Ende auf die Bestzeit von Montoya. Michael Schumacher im Ferrari wurde Dritter vor Rubens Barrichello. Ganz in Silber ist am Sonntag die dritte Startreihe: David Coulthard wurde im McLaren-Mercedes Fünfter, Kimi Räikkönen im zweiten Silberpfeil fuhr auf dem ungebauten Nürburgring die sechstschnellste Zeit.

Etwas überrascht über die Leistung zeigte sich Pole-Sitter Montoya nach dem Qualifying: "Ich bin sehr glücklich über diese Pole-Position, vor allem, weil sie etwas überraschend kam. Mit besseren Platzierungen als Startreihe zwei hatten wir eigentlich nicht gerechnet." Auch für Ralf Schumacher war die Schnelligkeit der BMW-Williams eine Überraschung. "Heute morgen hatte es nicht danach ausgesehen", war er sich ausnahmsweise mal mit seinem Teamkollegen einig. Umso größer war die Freude über die blau-weiße Startreihe eins. "Es ist super, dass es für uns gerade hier beim Heimrennen im Qualifying so gut gelaufen ist", freute sich der Kerpener über das Ergebnis auf heimischen Boden.

Anfängliches Pech hatte Weltmeister Michael Schumacher. In seinem ersten Turn blieb dem Kerpener ein Gang stecken und er musste ins T-Car wechseln. Schumacher, der sich am Ende mit Startplatz drei begnügen musste, versuchte in seiner letzten fliegenden Runde noch einmal Montoya anzugreifen, zwei kleine Fehler machten seinen Speed aber zunichte und es blieb bei Rang drei. "Ich weiß nicht ob es in meinem Einsatzauto besser gelaufen wäre", zog er nach dem Qualifying Bilanz. "Der Startplatz ist okay und ich habe keine Angst, beim Start Plätze an die McLaren hinter mir abgeben zu müssen."

Für McLaren-Mercedes ist die dritte Startreihe keine Überraschung, einen deutlichen Aufwärtstrend verspüren die beiden Piloten trotz der Plätze fünf und sechs. "Der Abstand zur Pole-Position ist nicht mehr so groß wie in den bisherigen Rennen", kommentierte der Schotte den Rückstand von etwas über sechs Zehntel auf die Bestzeit von Juan Pablo Montoya. Kimi Räikkönen, der in der Startaufstellung neben Coulthard steht, sieht es ähnlich. "Es sieht so aus, als ob es uns gelingt, den Abstand zu unseren wichtigsten Gegnern zu verringern, wir arbeiten also in die richtige Richtung." Mercedes-Benz Motorsportchef sah das etwas anders. „Unser Abstand zur Pole Position war schon größer, doch er ist mit fast sieben Zehntelsekunden immer noch zu groß. Wir werden darauf hin arbeiten, im Rennen besser abzuschneiden, so wie uns das schon bisher einige Male gelungen ist.“

Die beiden anderen Deutschen, Nick Heidfeld im Sauber und Heinz-Harald Frentzen, qualifizierten sich für die Plätze neun und 15.

Startaufstellung Großer Preis von Europa (Nürburgring):
1. Juan Montoya (Kolumbien) Williams-BMW 1:29,906 Minuten
2. Ralf Schumacher (Kerpen) Williams-BMW 1:29,915
3. Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari 1:30,035
4. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari 1:30,387
5. David Coulthard (Schottland) McLaren-Mercedes 1:30,550
6. Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes 1:30,591
7. Jarno Trulli (Italien) Renault 1:30, 927
8. Jenson Button (England) Renault 1:31,136
9. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) Sauber-Petronas 1:31,211
10. Mika Salo (Finnland) Toyota 1:31,389,
11. Felipe Massa (Brasilien) Sauber-Petronas 1:31,733
12. Olivier Panis (Frankreich) BAR-Honda 1:31,906
13. Allan McNish (Schottland) Toyota 1:31,941
14. Takuma Sato (Japan) Jordan-Honda 1:31,999
15. Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) Arrows-Cosworth 1:32,144
16. Pedro de la Rosa (Spanien) Jaguar-Cosworth 1:32,281
17. Eddie Irvine (Nordirland) Jaguar-Cosworth 1:32,510
18. Giancarlo Fisichella (Italien) Jordan-Honda 1:32,591
19. Jacques Villeneuve (Kanada) BAR-Honda 1: 32,968
20. Mark Webber (Australien) Minardi-Asiatech 1:32,996
21. Enrique Bernoldi (Brasilien) Arrows-Cosworth 1:33,360
22. Alex Yoong (Malaysia) Minardi 1:34,251


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