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2002-06-16 19:30:58 - ju
Rallye WM: Colin McRae feiert den Hattrick

Dritter Griechenland-Sieg in Folge für McRae
Colin McRae hat es geschafft: zum dritten Mal in Folge und zum fünften Mal insgesamt siegte der Schotte bei der Rallye Akropolis, dem siebten Lauf zur Weltmeisterschaft. Nach 16 Wertungsprüfungen verwies der Ford Focus-Pilot den Finnen Marcus Grönholm im Peugeot 206 auf Rang zwei. Dritter wurde der Spanier Carlos Sainz in einem weiteren Ford Focus. Der sechstplatzierte Marko Märtin rundete das hervorragende Teamergebnis für das „blue oval“ ab.

Auf den ersten drei Wertungsprüfungen der letzten Etappe blies Grönholm zur Attacke und markierte drei Bestzeiten in Folge. Doch der Weltmeister von 2000 konnte nur rund 20 der 42 Sekunden aufholen, die ihn von Colin McRae zu Beginn des Tages trennten. Somit siegte McRae erneut rund um die Akropolis, erstmals sogar ohne eine WP-Bestzeit! Mit insgesamt fünf Bestzeiten war Teamkollege Marko Märtin eindeutig der Schnellste über „Stock und Stein“, doch sein Reifenschaden in WP neun und rund vier Minuten Zeitverlust verhinderten den ersten WM-Erfolg des Esten.

Der amtierende Weltmeister Richard Burns mußte auf Rang zwei liegend nach einem Aufhängungsbruch in WP 13 vorzeitig aufgeben. Schwacher Trost für den Engländer: Zum sechsten Mal in Folge markierte der Peugeot-Pilot mindestens eine Bestzeit. Im Kampf um Rang vier lieferten sich Harri Rovanperä im dritten Peugeot und Petter Solberg im bestplatzierten Subaru einen tollen Kampf. Nach der vorletzten Prüfung lag der Norweger erstmals vor dem Finnen, der aber mit seiner ersten Bestzeit in der Finalprüfung die alte Rangfolge wieder herstellte.

Viel Pech hatte der großartig fahrende Freddy Loix in WP14. Der Belgier schlug mit dem Unterfahrschutz heftig auf und als Folge wurden Ölwanne, Rahmen und Motorsensor beschädigt. Der Hyundai-Pilot lag zu diesem Zeitpunkt auf dem vierten Platz! Als Gesamt-Neunter sammelte sein Teamkollege Armin Schwarz wenigstens noch einen Punkt für die Marken-WM.

Endergebnis nach 16 Wertungsprüfungen:
1. C.McRae/Grist (Ford Focus) 4:27.43,8 Stunden
2. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) + 24,5 Sek.
3. Sainz/Moya (Ford Focus) + 1.45,6 Min.
4. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 1.57,6 Min.
5. Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 1.58,6 Min.
6. Märtin/Park (Ford Focus) + 2.40,10 Min.
7. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 3.45,8 Min.
8. Radström/Giraudet (Citroen Xsara) + 5.08,7 Min.
9. Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) + 5.41,0 Min.
10. Toni Gardemeister/Lukander (Skoda Octavia) + 7.17,4 Min.

Wichtige Ausfälle:
WP 14 Loix/Smeets (Hyundai Accent) Ölwanne/Motorsensor
WP 14 Panizzi/Panizzi (Peugeot 206) Kraftübertragung
WP 13 Burns/Reid (Peugeot 206) Aufhängung
WP 13 A.McRae/Senior (Mitsubishi Lancer) Lenkung
WP 8 Kankkunen/Repo (Hyundai Accent) Turbolader
WP 6 Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) Rad abgerissen
WP 6 Kremer/Schneppenheim (Ford Focus) Unfall

WP-Bestzeiten:
Märtin 5; Solberg und Grönholm 3; Radström, Loix, Burns und Rovanperä je 1.

Stand der Weltmeisterschaft:
Fahrer: 1. Grönholm 37 Punkte; 2. Sainz 23; 3. Panizzi und C.McRae je 20; 5. Burns 19; 6. Solberg 15; 7. Mäkinen 14; 8. Rovanperä 12; 9. Bugalski 7; 10. Loeb 6; 11. Märtin 4; 12. A.McRae und Toni Gardemeister je 2; 14. Eriksson 1.

Marken: 1. Peugeot 77; 2. Ford 55; 3. Subaru 35; 4. Mitsubishi 6; 5. Skoda 5; 6. Hyundai 4.


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