Le Mans: Biela / Kristensen / Pirro führen nach acht Stunden
Herbert übernimmt beim Start die Führung
Audi dominiert das Geschehen bei der 70. Ausgabe der 24-Stunden von Le Mans. Nach acht Stunden führen Biela / Kristensen / Pirro mit einer Runde Vorsprung vor dem Schwesterauto mit der Startnummer zwei. Capello / Herbert / Pescatori fielen nach rund drei Stunden durch einen Reifenschaden auf die zweite Position zurück. Krumm / Peter / Werner folgen mit zwei Runden Rückstand auf dem dritten Rang nur knapp vor dem MG-Trio Reid / Hughes / Kane. Wallace / Leitzinger / Van de Poele sind derzeit im Bentley Fünfte vor Sarrazin / Montagny / Minassian im Oreca Dallara Judd.
In der ersten Stunde dominierte das Audi Team das Feld mit zwei Fahrzeugen. Der R8 von Krumm / Werner / Peter musste bereits nach der Einführungsrunde mit einem Reifenschaden die Box ansteuern. Michael Krumm startete danach vom Ende des Feldes die Aufholjagd in Richtung Spitze.
Johnny Herbert, der im Fahrzeug mit der Startnummer 2 den Start absolviert hatte, fuhr bereits in der ersten Stunde einen neuen Streckenrekord. Der Brite umrundete den 13,880 Kilometer langen Kurs in einer Zeit von 3:34.626 Minuten und stellte dabei den Rekord 3:35.032 Minuten, den bis dahin Ukyo Katayama (Toyota GT One) innehatte, ein.
Hinter der Audi-Spitze entbrannte der Kampf im Verfolgerfeld zwischen Oreca, MG, Cadillac und Bentley. Letzteres Team konnte sich nach einem schwachen Qualifying (Platz elf) nach der ersten Stunde als "best of the rest" behaupten.
Eine Schrecksekunde hatte Werner Lupberger im Ascari Judd zu verarbeiten. Der Südafrikaner war nach 1:08 Stunden in der Indianapolis Kurve nach einem Defekt am Fahrwerk in die Reifenstapel gerammt, blieb dabei aber glücklicherweise unverletzt. Das Fahrzeug wurde bei dieser Aktion derart beschädigt, dass an ein Weiterfahren nicht zu denken war.
In der GTS-Klasse, die im ersten Renndrittel erwartungsgemäß von dem Prodrive Ferrari (Enge / Rydell / Menu) dominiert wurde, begannen bei einigen Teams die technischen Probleme bereits nach rund drei Stunden. Die Chrysler Viper der Teams Larbre Competition und Carsport Holland verbrachten jeweils viel Zeit an der Box. Im französischen Team streikte zuerst die Kupplung, danach musste der Anlasser ersetzt werden. Bei den Mitbewerbern aus den Niederlanden musste nach einem Reifenschaden das linke Vorderrad repariert werden.
Mit zwei Runden Rückstand auf den Klassenprimus folgen in der GTS-Klasse Fellows / O´Connell / Gavin (Corvette) und Bouchut / Goueslard / Vosse (Larbre Competition) auf den Plätzen zwei und drei.
Das Freisinger Team (Maassen / Dumas / Bergmeister) führt nach acht Stunden in der GT-Klasse mit rund 1:50 Minuten Vorsprung auf das The Racers Group Team (Buckler / Luhr / Bernhard).