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2002-06-15 22:30:43 - ju
Rallye WM: Märtins Leistung blieb unbelohnt

Colin McRae übernahm die Führung von seinem Markengefährten Märtin
Marko Märtin und Petter Solberg waren die schnellsten Piloten am zweiten Tag der Rallye Akropolis, dem siebten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft. Aber beide Piloten werden bei der Vergabe eines Podestplatzes mit großer Wahrscheinlichkeit leer ausgehen. Ford-Pilot Märtin war als Führender des ersten Tages natürlich in die Favoritenrolle geraten, und untermauerte auch diese. Nachdem Solberg im Subaru die Bestzeit in WP sieben markierte, war Märtin nur eine Prüfung weiter wieder der Schnellste. Die Führung auf seinen Teamkollegen Colin McRae wuchs auf beachtliche 57,1 Sekunden an, der Sieg schien nur noch Formsache.

Doch auf Wertungsprüfung neun schlug das Schicksal zu. „Hinten rechts bekamen wir einen Reifenschaden und wir fuhren zunächst weiter“, beschrieb der Este das Malheur. „Doch der Reifen begann die Karosserie zu beschädigen, deshalb haben wir angehalten und gewechselt.“ Zwar ging dieses dreimal schneller als Ottonormalverbraucher in seiner Werkstatt erleben würde, aber über vier Minuten verstrichen trotzdem im griechischen Staub. Auf WP 12 sollte Märtin die insgesamt fünfte Bestzeit der Rallye markieren. Nachdem Richard Burns in WP neun die erste Bestzeit für die neue Evo-Stufe des Peugeot 206 verbuchte, war Solberg auf WP elf einmal mehr der Schnellste. Prüfung zehn mußte abgesagt werden, da zu viele Zuschauer ihre privaten Fahrzeuge zu gefährlich abgestellt hatten.

Nach Märtins Pech übernahm Colin McRae die Führung und baute diese bis zum Etappenzeil auf 32,6 Sekunden aus. „Aber morgen haben wir noch mal heiße 93 Kilometer vor uns, da kann noch viel passieren“, weiß der Schotte. Vor allem die Peugeot-Speerspitzen Richard Burns und Marcus Grönholm haben den Sieg noch nichts abgeschrieben. Hinter Carlos Sainz liegt der Belgier Freddy Loix auf dem hervorragenden fünften Platz, obwohl ein gebrochener Stoßdämpfer rund 40 Sekunden kostete. Der sechstplatzierte Harri Rovanperä klagte über einen Reifenschaden, während Petter Solberg nach seinen Ausrutschern am ersten Tag von Rang 17 auf sieben vorfuhr und wieder im Bereich der WM-Punkte liegt.

In der Junior-Weltmeisterschaft führte der Belgier Francois Duval vom Start bis zur achten Prüfung, ehe der Ford Puma-Pilot nach einem Unfall aufgeben mußte. An der Spitze des auf acht Fahrzeuge geschrumpften Feldes liegen nun die beiden Finnen Jussi Valimäki und Janne Touhino, gerade einmal durch 8,4 Sekunden getrennt. 6,1 Sekunden trennen den Briten Martin Rowe und Andrea Dallavilla aus Italien im Kampf um Platz drei.

Ergebnis nach 12 von 16 Wertungsprüfungen:
1. C.McRae/Grist (Ford Focus) 3:23.02,1 Stunden
2. Burns/Reid (Peugeot 206) + 32,6 Sek.
3. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) + 42,3 Sek.
4. Sainz/Moya (Ford Focus) + 1.30,2 Min.
5. Loix/Smeets (Hyundai Accent) + 1.37,9 Min.
6. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 1.54,7 Min.
7. Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 2.09,5 Min.
8. Märtin/Park (Ford Focus) + 2.21,8 Min.
9. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 2.27,5 Min.
10. Radström/Giraudet (Citroen Xsara) + 3.28,9 Min.
11. Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) + 3.42,6 Min.

Wichtige Ausfälle:
WP 6 Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) Rad abgerissen
WP 6 Kremer/Schneppenheim (Ford Focus) Unfall
WP 8 Kankkunen/Repo (Hyundai Accent) Turbolader

Junior-Weltmeisterschaft (Super 1600):
1. Valimäki/Gardemeister (Citroen Saxo) 3:47.48,7 Stunden
2. Tuohino/Vihavainen (Citroen Saxo) + 8,4 Sek.
3. Rowe/Wood (Ford Puma) + 3.37,8 Min.
4. Dallavilla/Bernacchini (Citroen Saxo) + 3.43,9 Min.
5. Caldani/Desposito (Peugeot 206) + 5.05,6 Min.
6. Sola/Romani (Citroen Saxo) + 5.18,4 Min.
Nur noch 8 von 23 gestarteten Teams dabei!

Wichtige Ausfälle:
WP 2 Kangas/Laksonen (Suzuki Ignis) Motorschaden
WP 3 Basso/Pirollo (Fiat Punto) technischer Defekt
WP 4 Niwa/Ideue (Suzuki Ignis) Unfall
WP 5 McShea/Orr (Opel Corsa) Motorschaden
WP 6 Schelle/Weiß (Suzuki Ignis) Getriebeschaden
WP 6 Stenshorne/Jenkins (Opel Corsa) Motorschaden
WP 7 Evans/Patterson (MG ZR) technischer Defekt
WP 7 Katajamäki/Honkanen (VW Polo) Kupplungsschaden
WP 8 Duval/Fortin (Ford Puma) Unfall


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