Rallye WM: Colin McRae peilt in Griechenland Hattrick an
McRae: "Ich liebe diese Mischung aus Materialschonung und auf Sieg fahren"
Dichter Staub und heiße Temperaturen, massives Geröll und hohe Geschwindigkeiten: Die Rallye Akropolis gehört zu den härtesten Events im Rallyesport. Der siebte Lauf zur Weltmeisterschaft ist nach Zypern und Argentinien bereits die dritte Schotter-Rallye in Folge. Und mit Kenia und Finnland werden auch noch zwei Folgen, ehe Ende August bei der Rallye Deutschland wieder Asphalt im Mittelpunkt steht.
Nachdem Marcus Grönholm in Argentinien seinen ersten „Nuller“ verzeichnete, ist die Spitze in der WM dichter zusammengerückt. Allerdings führt der Weltmeister von 2000 mit 31 Punkten noch recht komfortabel die Tabelle an. In Griechenland gehen die Ford Focus-Piloten Colin McRae und Carlos Sainz als Favoriten an den Start. Sieben der letzten zwölf Siege an der Akropolis gehen auf das Konto dieses Duos, wobei viermal der Schotte die Nase die Nase vorn hatte. Und nach seinen Siegen in den letzten beiden Jahren, peilt der Weltmeister von 1995 dieses Jahr den Hattrick an. „Ich liebe diese Mischung aus Materialschonung und auf Sieg fahren“, freut sich McRae auf den Klassiker.
Peugeot wird seine drei Schotterspezialisten Marcus Grönholm, Richard Burns und Harri Rovanperä mit der neuesten Evolutionstufe des Peugeot 206 WRC an den Start schicken. Die Franzosen warten allerdings seit 1986 auf einen Sieg in Griechenland, Grönholm sogar noch auf seine erste Zielankunft. Noch nie gewinnen konnte der vierfache Weltmeister Tommi Mäkinen in Griechenland. Seit seinem Auftaktsieg in Monte Carlo sammelte „BigMäk“ gerade mal vier Pünktchen und fiel in der WM auf Rang fünf zurück. Für den Finnen und seinen Teamkollegen Petter Solberg wird es allmählich „Zeit“, zur Attacke zur blasen, wollen die blau-gelben noch Chancen bei der Titelvergabe haben. Nach den zuletzt starken Vorstellungen auf Schotter können die vermeintlichen Underdogs Hyundai und Skoda erneut auf WM-Punkte hoffen.
Die Rallye Akropolis wird ebenfalls als dritter Saisonlauf für die Junior-Weltmeisterschaft gewertet. Während Sven Haaf wegen Rückenproblemen seine Nennung zurückgezogen hat, hofft der Bayer Niki Schelle auf WM-Punkte. „Unsere letzten Tests verliefen sehr gut“, freute sich der 35jährige. „Wir mussten uns bei der Abstimmung zwischen Sprungverhalten und Traktion entscheiden, wobei wir der Traktion nun Priorität eingeräumt haben.“ Schelle wird übrigens mit einem komplett neuaufgebauten Suzuki Ignis an den Start gehen.
Stand in der Weltmeisterschaft (Fahrer):
1. Grönholm 31 Punkte; 2. Panizzi 20; 3. Burns und Sainz je19; 5. Mäkinen 14; 6. Solberg 13; 7. C.McRae 10; 8. Rovanperä 9; 9. Bugalski 7; 10. Loeb 6.
Stand in der Weltmeisterschaft (Marken):
1. Peugeot 68; 2. Ford 41; 3. Subaru 33; 4. Mitsubishi 6; 5. Hyundai 3.; 6. Skoda 2.
Junior-Weltmeisterschaft (Super 1600):
1. Duval 11 Punkte; 2. Sola 10; 3. Caldani und Dallavilla je 6; 5. Feghali und Basso je 4; 7. Carlsson und Galli je 3; 9. Doppelreiter und Tuohino je 2; 11. Schelle 1.