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2002-06-10 00:16:47 - ks
RAID: Sieg für Schlesser - Mitsubishi auf dem Podium

Andrea Mayer fuhr auf Gesamtrang 17
Jean-Louis Schlesser erzielte bei der Rallye Marokko seinen zweiten Gesamtsieg im Marathon-Weltcup 2002. Damit gewann der Franzose im Eigenbau-Buggy vor Dakar-Sieger Hiroshi Masuoka, der mit seinem Mitsubishi Pajero T2 eine Etappe für sich entschied und Zweiter wurde. Mitsubishi-Teamkollege Stéphane Peterhansel, der insgesamt vier Bestzeiten fuhr, belegt zur Saison-Halbzeit Gesamtrang zwei in der Weltcup-Tabelle.

Die insgesamt 1732 Kilometer lange Veranstaltung bewies einmal mehr, dass neben Können auch eine gehörige Portion Glück zum Erfolg im Marathon-Sport zählt. Mit fünf von sechs möglichen Bestzeiten prägten die Mitsubishi-Werkspiloten Stéphane Peterhansel und Hiroshi Masuoka die Rallye deutlich. Dass sich Dakar-Sieger Masuoka, der auf der ersten Etappe mit seiner Bestzeit die Führung übernahm, im Ziel mit dem Ehrenrang begnügen musste, war auf insgesamt fünf Reifenschäden und einen Aufhängungsdefekt zurückzuführen. Teamkollege Stéphane Peterhansel, der die vier übrigen Bestzeiten von Mitsubishi in Folge erzielte, hatte auf der zweiten Etappe durch einen Kardanwellenschaden mehrere Stunden Zeit verloren und kam als Zwölfter ins Ziel in Marrakesch.

"Das gesamte Team ist sehr glücklich, auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat", erklärte Andreas Schulz, der aus Hohenbrunn bei München stammende Copilot von Hiroshi Masuoka. "Die Rallye war sehr schwierig, und wir haben uns einen schönen team-internen Kampf mit Stéphane geliefert. Ich bin seit der Saison 2000 zum ersten Mal wieder an der Seite von Hiroshi Masuoka gefahren, mit dem ich zuvor sieben Jahre lang Marathon-Rallyes bestritten habe. Es war so, als hätte es die zwei Jahre Unterbrechung nie gegeben. Man merkt ihm an, dass sein Dakar-Sieg kein Zufall war. Hiroshi hat deutlich dazugelernt, fährt präziser und konzentriert sich besser als je zuvor."

Auch Andrea Mayer und Copilot Gregor Haug kamen in Marokko ins Ziel. Bei ihrem dritten Start in der Automobil-Wertung lag die langjährige Motorrad-Pilotin aus Hiemenhofen im Allgäu nach der dritten von fünf Etappen sogar auf Gesamtrang neun und Platz drei der Diesel-Klasse, fiel jedoch am vorletzten Wettbewerbstag durch kleinere technische Defekte zurück. Damit belegte sie am Ende im Pajero DI-D Platz 17 sowie Rang fünf der Diesel-Klassenwertung.
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