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24h: Zakspeed-Viper siegt erneut

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Die Viper dominierte vom Start an |
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| Was schon im Vorfeld des 30. Int. ADAC Zürich Agrippina 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring erwartet wurde, bestätigte die Truppe um Teamchef und Fahrer Peter Zakowski (Niederzissen) vor 151.000 Zuschauern auf eindrucksvolle Art und Weise. Die Zakspeed-Viper (Startnummer 1) war bei herrlicher Witterung nicht nur um Klassen schneller als die gesamte Konkurrenz, sondern lief die ganzen 24 Stunden über zuverlässig und gleichmäßig wie ein Uhrwerk und sicherte sich einen nie gefährdeten Sieg.
Nur ein einziges Mal, beim ersten Tankstopp, musste die Viper ihre Führung kurzfristig an den BMW M3 GTRS (Nr. 10) von Johannes Scheid (Kottenborn), Hans-Joachim Stuck (Grainau), Oliver Kainz (Kottenheim) und Mario Merten (Nürburg) abgeben. Für Peter Zakowski war es nach 1997, ’98 und 2001 bereits der vierte Erfolg beim Langstrecken-Klassiker in der Eifel, damit stellte er den Rekord von Marc Duez und Fritz Müller ein. „Die Viper liebt die Nordschleife“, freute sich der Teamchef. „Dieser Rekord bedeutet mir sehr viel, und ich hoffe, dass ich mir auch noch die alleinige Bestmarke sichern kann. Ich bin ja noch jung an Jahren und möchte hier noch einige Male antreten. Dies ist ein sehr emotionaler Moment.“ Ex-Formel-1-Pilot Pedro Lamy (Portugal) durfte bereits zum zweiten Mal nach 2001 – damals als Rookie – auf die oberste Stufe des Siegertreppchens klettern. „Das Beeindruckendste an dieser Veranstaltung ist die unvergleichliche Atmosphäre und die ‚Allnight-Party’ rund um die Strecke, die fast eine Woche dauert. Da kann nicht einmal Le Mans mithalten.“ Besonders begeistert äußerte sich naturgemäß Robert Lechner, der – wie im Vorjahr sein Teamkollege Pedro Lamy – als Rookie gleich einen Sieg feiern konnte: „Super, einfach fantastisch“, freute sich der Österreicher. „Unsere Viper ist total problemlos gelaufen. Dieses Rennen war eine großartige Erfahrung für mich und dürfte ein einschneidendes Erlebnis in meiner Karriere gewesen sein.“
Den zweiten Platz sicherten sich mit zwei Runden Rückstand Jürgen Alzen (Betzdorf), Arno Klasen (Karlshausen), Markus Oestreich (Petersberg) und Timo Bernhard im Porsche 996 GT 3 mit der Startnummer 2. Um Platz drei lieferten sich der Porsche 996 GT 3 MR (Nr. 17) von Wolfgang Destreé (Zornheim), Kersten Jodenix (Hannover), Paul Hulverscheid (Wipperfürth) und Dr. Edgar Althoff (Viersen), sowie der Porsche GT 3 (Nr. 11) von Georg Silbermayer (Hamburg), Nicolas Leutwiler (Schweiz), Dieter Schornstein (Aachen) und Holger Hesse (Hilden) bis in die letzten Runden einen verbissenen Zweikampf, den die Nummer 17 aber letztlich für sich entscheiden konnte. Überhaupt ging es insbesondere hinter der siegreichen Viper in den ersten Stunden spannend zu. Anfangs war es eine Sechsergruppe aus zwei BMW, drei Porsche und dem Nissan Skyline GTR von Roland Asch & Co., die sich allesamt Hoffnungen auf den zweiten Platz machten; doch im Laufe des Rennens wurde diese Kampfgruppe immer weiter dezimiert. Nach 13 Runden und an dritter Stelle liegend rollte der BMW M3 GTRS (Nr. 10) von Scheid, Stuck, Kainz und Merten mit einem nicht mehr schaltbaren Getriebe an die Box und hatte mit dem Kampf um die Spitzenplätze nichts mehr zu tun, danach verabschiedeten sich nach und nach auch die anderen Konkurrenten aus dem Kampf um die Spitze. Um Mitternacht dann hatte sich die Spreu vom Weizen getrennt. Einzig der Alzen-Porsche lag noch in der gleichen Runde wie die führende Viper, und auch die Nr. 17 belegte schon die dritte Position – sollte sie allerdings bis ins Ziel noch mehrfach an die 11 verlieren.
Abseits der Spitze sorgten vor Allem zwei Autos für Furore: der nur 600 Kilo schwere und 185 PS starke Caterham mit der Startnummer 130 von Chris Cooper, Peter Haynes, Clive Richards und Chris Harris (alle England), der einen überragenden elften Platz in der Gesamtwertung holte, und der sensationell starke 1600-ccm-Ford-Puma (Startnummer 75) von Michael Funke (Tönisvorst), Thomas Marschall (Eggenstein), Marc Basseng (Köln) und Dirk Werner (Kissenbrück) auf Rang 16.
Ebenfalls bemerkenswert war die Tatsache, dass sich noch eine Stunde vor Schluss in sieben Klassen die beiden Führenden innerhalb einer Runde befanden. Die knappste Entscheidung um den Klassensieg gab es in der Klasse A4 bis 2.500 ccm, wo sich das Hyundai Coupé V6 (Nr. 76) von Jürgen Schumann, Peter Schumann und Dominique Schmidt (alle Saarbrücken) mit nur 2.57,638 Min. Vorsprung auf den Audi TT (Nr. 69) von Günter Kühlewein (Neu-Eschelbach), Roland Waschkau (Köln) und Martin Zondler (Bühl) ins Ziel retten konnten.
Heinz-Josef Bermes (Willich), einsamer Rekordhalter im Bereich der Klassensiege, baute seinen Vorsprung mit dem Triumph in der Klasse N2 auf nunmehr insgesamt 12 Siege aus. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Wilfried Schmitz (Setterich), Bernd Degner (Leichlingen) und Torsten Trenz (Kall) holte Bermes diesen Erfolg auf einem Honda Civic.
Die Begeisterung aller Beteiligten über die Stimmung an der Nordschleife brachte der Sieger Peter Zakowski auf den Punkt: „Das hat alles getoppt, was wir bisher hier beim 24-Stunden-Rennen erlebt haben.“
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