 |
24h: Zum Nürburgring ist fast kein Weg zu weit …

|
 |
Palmer / Bell / Boylan / Floyd im BMW des Duller Teams |
 |
 |
 |
 |
| Schon seit langen Jahren ist das 24-Stunden-Rennen für Rennfahrer weltweit Kult. Selbst aus Australien und Neuseeland reisen immer wieder Teams an, um sich der einmaligen Herausforderung Nordschleife zu stellen und die Festival-Atmosphäre der ‚grünen Hölle’ zu genießen. Und wer ein Mal dabei war, den hat das Nordschleifen-Fieber gepackt, der kommt wieder. So auch das australisch-neuseeländische BMW-Team mit der Startnummer 38. Ross Palmer (52, Queensland), Kevin Bell (36, Neuseeland), Peter Boylan (56, Sidney) und Peter Floyd (44, Melbourne) treten zwar erstmals gemeinsam an, doch für keinen der Vier ist das 24-Stunden-Rennen 2002 eine Premiere.
„Ich bin mit Jack Brabham befreundet“, erzählt Teamchef Ross Palmer, Unternehmer und in Australien Betreiber der Procar-Serie, an der 140 (!) Teams teilnehmen. „Wir sitzen oft zusammen. Dabei kam das Gespräch irgendwann auch auf den Nürburgring, und Jacks Erzählungen haben mich so fasziniert, dass ich wusste: Auf dieser Strecke muss ich auch einmal fahren. Inzwischen bin ich schon das fünfte Mal dabei.“ Seine Freundschaft zu Sir Jack geht weit über das übliche Maß hinaus, ’98 nahm er sogar mit dem Formel-1-Weltmeister der Sechziger gemeinsam am Sechs-Stunden-Rennen auf der Nordschleife teil.
Sein 24-Stunden-Debüt fuhr Ross 1998. Und er erinnert sich noch wie heute: „Meine zweite Trainingsrunde war äußerst lehrreich. Da bin ich viel zu schnell unterwegs gewesen, habe abgehoben und bin um 30 Prozent versetzt wieder auf der Strecke aufgekommen. In der Luft dachte ich schon: ‚Das war’s, Ross’, aber mit viel Glück konnte ich das Auto abfangen. Es dauert Jahre, die Nordschleife zu lernen, auch ich lerne immer noch jedesmal dazu.“ Zum Rennsport kam er erst mit 42 Jahren. Der Motorsport ist meine große Leidenschaft“, sagt er, „und für mich, in meinem Alter, sind die Langstrecken-Rennen genau das richtige. Das ist wie mit der Liebe: Wenn du jung bist, kann es dir gar nicht schnell genug gehen, doch mit zunehmender Reife stellst du fest, dass es viel mehr Spaß macht, wenn du dir viel, viel Zeit nimmst.“ Und was ist das Ziel, wenn er antritt? „Natürlich wollen wir immer einen Klassensieg erringen, aber bisher hat das noch nie geklappt. Vergangenes Jahr haben wir nach elf Stunden in der Klasse N schon 15 Minuten Vorsprung gehabt, doch dann brach uns ein Dämpfer-Dom. Auch im Bereich Technik musst du für dieses Rennen halt viel lernen, bevor du weißt, wie ein Auto vorbereitet werden muss, damit es die 24 Stunden Nordschleife auch durchhält.“
Verwandte News: Das Geschehen von 08:00 bis 10:00 Uhr Die Führung in den Klassen nach 20 Stunden Ruhige Nacht - Viper führt weiterhin |  |