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24h: Technische Probleme beenden das S60-Debüt

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Motorschaden nach rund acht Stunden - das Aus für den Mühlner Volvo |
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| Der neue Volvo S60 konnte seine gute Vorstellung im Zeittraining beim 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring wegen kleinerer technischer Probleme nicht in ein zählbares Resultat ummünzen.
Das 24 Stunden-Debüt des Volvo S60, den das Team von Bernhard Mühlner in Eigenregie vorbereitet hat, endete schon am Samstagabend gegen 22 Uhr. Heinz-Josef "Juppy" Bermes musste den Wagen wegen Motorschadens abstellen - ein Pleuel war abgerissen.
Bermes befand sich auf seinem ersten Turn mit dem Göteborger Fünfzylinder, der insgesamt schon vier Stints hinter sich gebracht hatte. Die Kinderkrankheiten der Neuentwicklung hatten allerdings schon direkt nach dem Start, den Andy Middendorf von der zweiten Position aus absolvierte, begonnen: Der Architekt konnte das Tempo der Spitze nicht halten, weil der Motor nicht seine vollen 255 PS freisetzte.
Middendorf musste nach zwei Runden an die Box, weil ein Massekabel am Motor sich losvibriert hatte. Das Team baute die Kabel vom Ersatzauto in den 2,4-Liter-Einsatzwagen ein - was gerade mal zwei Minuten kostete.
Kurz vor Ende von Middendorfs Turn schlug dann eine Leitung der Servolenkung leck. Middendorf zog seinen Stopp vor und übergab an Ulli Andree, während die Mühlner-Mechaniker den Schaden behoben. Doch auch mit Andree am Steuer schlug die Servolenkung wieder leck, sodass der Kölner erneut außerplanmäßig die Box ansteuern musste. Die Stopps kosteten den Volvo etwa drei Runden.
Danach legte Jörg Seidel einen problemlosen Fahrabschnitt zurück, in dessen Verlauf der Neuzugang im Volvo Aufgebot sich sukzessive steigerte und schon bald ähnliche Rundenzeiten abspulte wie Spitze in seiner Klasse. Seidel schaffte es sogar, die Volvo interne Bestzeit aus dem Training zu egalisieren.
Middendorf spulte ebenfalls noch einen völlig problemlosen Turn ab, um dann an Heinz-Josef Bermes zu übergeben. Der Rekord-Klassensieger aller 24 Stunden-Rennen in der Eifel musste den Volvo S60 schließlich an der Strecke abstellen, weil der Motor nicht mehr mitspielte.
Stimmen nach dem Rennen
Ulli Andree: "Der Ausfall ist natürlich sehr ärgerlich. Aber trotzdem sollten wir versuchen, die positiven Aspekte zu sehen. Allein der neue Motor hat uns auf einen Schlag 20 Sekunden gebracht. Wir konnten das Tempo an der Spitze unserer Klasse mitgehen - mit einem neuen Auto, das zuvor erst zwei Rennen absolviert hat. Der Ausfall der Servolenkung hat mich getroffen, als ich gerade in die Breidscheid-Linkskurve eingelenkt habe. Das war auf einmal ein enormer Widerstand. Steine schleppen ist auch nicht anstrengender als solch ein Rennauto ohne Servolenkung zu fahren."
Andy Middendorf: "Schon in der Einführungsrunde hat sich der Motor etwas zäh angefühlt; er hat einfach etwas schwerfälliger hochdreht. In der zweiten Runde brach die Leistung dann völlig zusammen. Aber das Zündungsproblem konnten wir ja noch reparieren..."
Jörg Seidel: "Mir ist ein problemloser Turn gelungen, in dessen Verlauf ich die Trainingszeit wiederholen konnte, die Ulli Andree vorgelegt hatte. Dazu musste ich auch noch nicht mal besonders hart fahren. Daran sieht man, welch ein Potenzial im Volvo S60 steckt. Schade, dass wir es nicht umsetzen konnten."
Heinz-Josef Bermes: "Der Motorschaden hat sich vorher nicht angekündigt. Auf der Quiddelbacher Höhe war´s beim Raufschalten auf einen Schlag vorbei."
Bernhard Mühlner: "Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Selbstverständlich haben wir alle gewusst, wie schwer es ist, mit einem so jungen Auto problemlos über die Distanz zu kommen. Aber nach der guten Vorstellung im Training hatten wir uns insgeheim natürlich doch viel mehr ausgerechnet. Die Probleme mit der Elektronik und der Servolenkung kann man getrost als Kinderkrankheiten ansehen, die bei einem neuen Auto immer mal vorkommen können. Wir wissen jetzt, dass wir noch weiter an der Motoraufhängung arbeiten müssen, um die Vibrationen des Fünfzylinders aufzufangen. Schließlich hat jeder Motor andere, für ihn typische Vibrationen."
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