Die beiden Kölner Dr. Wolfgang Wegner-Bscher und Dieter Köll wiederholten beim ADAC-500-Kilometer-Rennen für Young- und Oldtimer ihren Vorjahreserfolg. Nach 20 Runden (rund 519 Kilometer) verwiesen die Porsche Carrera RSR-Piloten die Markenkollegen Peter und Lutz Richrath (beide Bergheim) mit 1.55 Minuten Rückstand auf Rang zwei. Mit nur zwei weiteren Sekunden Abstand sahen Georg Berlandy und Franz-Rudolf Wilbert (beide Stromberg) mit ihrem Opel Ascona 400 als Gesamtdritte die Zielflagge.
Bis zum ersten planmäßigen Boxenstopp nach acht Runden hatte Berlandy das Tempo bestimmt und bis zu 1.02 Minuten Vorsprung herausgefahren. Nach dem routinemäßigen Stopp von Wegner-Bscher / Köll konnte Berlandy die Führung für zwei Runden zurückerobern. Eine Reifenschaden vorne links kostete rund sechs Minuten und der Traum vom dritten Gesamtsieg nach 1999 und 2000 war für den Hunsrücker im ehemaligen Trainingsfahrzeug von Walter Röhrl ausgeträumt.
Der schnellste Serientourenwagen der Gruppe 1 landete mit Heinz-Robert Jansen / Günther Werner bereits auf dem vierten Gesamtrang. Die Lohmarer zeigten mit ihrem Opel Manta etlichen PS-stärkeren Mitbewerbern den Auspuff und begeis-terten die Fans mit tollen Drifts. Hinter Jörg Koslowski / Daniel Schrey (Eschweiler / Langenberg) im Opel Kadett C wurden Thomas Haider / Rainer Kutsch (beide Köln) in einem Gruppe 1-BMW 2002 Sechste.
Ein großartiges Comeback feierte Heinz Dorr aus Kempten. Nach seinem schweren Unfall beim 24h-Rennen 1993 und jahrelanger Rehabilitation nahm Dorr erstmals wieder am Volant eines Rennfahrzeuges Platz. Dass der Allgäuer nichts verlernt hat (immerhin acht Gesamtsiege in der Langstreckenmeisterschaft), zeigt die zweit-schnellste Trainingszeit hinter dem Berlandy-Ascona. Nach gewonnenem Startduell bog der Dorr / Mühlbauer-Porsche sogar als Spitzenreiter auf die Nordschleife, musste aber bereits in der Auftaktrunde mit technischem Defekt im Bergwerk aufgeben.
Von den 196 gestarteten Teams aus sieben Nationen erreichten 124 das Ziel.
Stimmen im Ziel
Dr. Wolfgang Wegner-Bscher (# 203): „Bester Fahrer mit dem besten Fahrzeug war ganz klar Georg Berlandy. Aber wie schon im letzten Jahr hatte er Pech. Wir haben den ersten Platz geerbt. ‚To finish first you first have to finish’. Mein Fahrzeug war perfekt vorbereitet und lief problemlos. Die einzigen Probleme, wenn man überhaupt von Problemen sprechen kann, sind, dass in den ersten beiden Stunden manche Fahrer noch auf der Suche nach der Ideallinie sind und dabei sehr kreativ immer eine neue Linie finden. Insgesamt wurde aber sehr viel rücksichtsvoller gefahren als letztes Jahr.“
Peter Richrath (# 202): „Wir haben den zweiten Platz von Georg Berlandy geerbt. Das Auto war gut vorbereitet, weiter nach vorn hätten wir aber nicht fahren können.“
Georg Berlandy (# 364): „Strecke, Auto und Reifen waren perfekt, bis wir im Bereich der Fuchsröhre einen Reifenschaden hatten. Nur aufgrund des großen Vorsprungs hat es dennoch zum dritten Platz gereicht. Das Lob der Konkurrenten und die Anerkennung der Zuschauer tut zwar gut, aber es wäre schon schön, wieder mal zu gewinnen.“