Rallye DM: Spannende Strecken bei der "Rallye der 1000 Teiche"
Schleimer sammelte mit dem Corsa Erfahrungen
Den ersten Kontakt zu den DRM-Teams können die Fans bei der Castrol-Rallye schon am Donnerstag vor der Veranstaltung knüpfen. Beim Shakedown, dem letzten Test vor der Rallye unter Einsatzbedingungen, werden alle Top-Teams erwartet. Ohne den Druck eines laufenden Wettbewerbes gibt es hier die Chance zu Gesprächen, und auch Autogrammwünsche werden durch die Piloten in der Regel gerne erfüllt.
Den eigentlichen Rallye-Auftakt bildet der traditionelle Rundkurs Schleizer Dreieck. Auf dieser klassischen WP der Castrol-Rallye erreichen die Spitzenteams Geschwindigkeiten von annähernd 150 km/h - im Schnitt wohlgemerkt. Der Auftakt am Freitagabend ist damit zwar etwas untypisch im Vergleich zu den engen aber flüssigen Asphalt-Prüfungen der Samstags-Etappe, bietet aber den Fans ein um so besseres Spektakel. Am entscheidenden Rallye-Samstag führen die WP´s an vielen der kleineren und größeren für diese Region typischen Teiche vorbei. Zwei Teams konnten im vergangenen Jahr der Versuchung eines Badeaufenthaltes offensichtlich nicht widerstehen und parkten ihre Fahrzeuge unplanmäßig im kühlen Nass. Nicht nur deshalb wird die Castrol-Rallye in Anlehnung an den finnischen WM-Lauf in Fan-Kreisen auch die "Rallye der 1000 Teiche" genannt.
Junior-DM: Schleimer nach Roll-Out optimistisch
Besondere Aufmerksamkeit wird bei der Castrol-Rallye nicht nur dem Kampf von DRM-Leader Matthias Kahle (Skoda Octavia WRC) mit der starken Kit-Car-Fraktion um den Gesamtsieg bringen. Auch in der Junior-DM bahnt sich ein spannender Fight an. Nachdem ihr bislang eingesetzter Opel Corsa Super 1600 nach der Pneumant-Rallye an ein Team aus der Rallye-WM verkauft wurde, verfügen Christoph Schleimer / Michael Wenzel ab der Castrol-Rallye über ein brandneu aufgebautes Fahrzeug. Nach den ersten Erfahrungen hinter dem Volant des 1,6-Liter-Renners berichtet Schleimer mit zufriedener Miene: "In den neuen Corsa Super 1600 sind alle Erkenntnisse eingeflossen, die wir in den ersten DRM-Läufen gesammelt haben; das Auto hat damit etwa in Sachen Bedienungsfreundlichkeit nochmal einen Schritt nach vorne gemacht." Auch, wenn wegen Regenwetter aus dem geplanten Test eher ein Roll-out wurde, ist der erste Eindruck positiv: "Der Corsa fühlt sich gut an", erklärt der Opel-Youngster. Nun will er mit dem Opel Rallye Team Holzer an die Leistungen bei der Pneumant-Rallye anschließen, wo er den zweite Platz in der Junior-Wertung hinter Citroën-Speerspitze Sven Haaf belegte.