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Berg Cup: Gerlos Alpenstrassenrennen

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"Raketen Bruno" Ianniello (CH) Lancia Delta S4 |
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| Zum dritten Mal organisierte der Euroserie-Veranstalterverein, mit der Berglegende Walter Pedrazza an der Spitze, ein Bergrennen auf der landschaftlich überaus reizvollen Gerlos-Alpenstrasse. Die Streckenlänge von 8.400 Meter, mit sieben Spitzkehren und einer Tunneldurchfahrt á la Monte Carlo, macht dieses Bergrennen zu einem eindrucksvollen Event.
Nachdem die Trainingsläufe von 101 Fahrern aus sechs Nationen bei gemischten Bedingungen absolviert wurden, herrschte am Rennsonntag trockenes, jedoch kühles Wetter. Bereits im Training verabschiedete sich, der noch vor einer Woche im deutschen Wolsfeld siegreiche Herbert Stenger mit einem Motorschaden an seinem Eigenbau BMW CN Sportwagen.
Die beiden Rennläufe dominierte wie am Rechberg der Österreicher Josef Neuhauser im Minardi Ford Formel 1. Laszlo Szasz aus Ungarn konnte mit seinem Reynard Zetek F3000 gegen Neuhauser nicht viel ausrichten und verlor auf der ungewöhnlich langen Strecke über 11 Sekunden. Weitere 15 Sekunden zurück schaffte die Deutsche Sportwagenhoffnung Uwe Lang (Osella BMW CN) den Sprung auf das Podium. Lang profitierte dabei vom Missgeschick des Krisam-Teams. Martin Krisamsen kam kurzeitig von der Strecke ab, sein Sohn Martin Krisam Junior (beide Osella BMW CN), der im Minutenabstand folgte musste seine Fahrt bei passieren des eigenen Vaters verlangsamen und ließ dabei die entscheidenden 74/100 Sekunden auf Lang, liegen. Hinter Krisam jun. und dem einheimischen Hermann Waldy (Reynard Cosworth F3000), kreuzte bereits „Raketen Bruno“ Ianniello im Ex-Gruppe B Lancia Delta S4, als Tourenwagensieger die Ziellinie. Der Eidgenosse lieferte sich über das gesamte Wochenende ein sehenswertes Duell mit dem Deutschen Georg Plasa.
Plasa, der nach dem Berg-DM-Auftakt in Schleiz, seinem neuaufgebauten BMW 320 Judd V8 „Schmuckkästchen“, die Kinderkrankheiten ausgetrieben hat, verlor im Rennen nur knapp 1 Sekunde auf den Erzrivalen. Plasa musste im zweiten Lauf nach einem Zwischenfall mit einer Top-Sektionszeit gestoppt werden. Beim Wiederholungslauf waren die inzwischen abgekühlten Reifen ein Nachteil.
Die Einheimische Konkurrenz konnte nicht Schritthalten. Günther Gabat (Ford Escort Cosworth WRC) und Herbert Pregartner (Porsche 911 GT2) schenkten sich nichts uns wurden nach 16, 8 km Fahrstrecke nur durch lächerliche 66/100 Sekunden getrennt.
Schade, der Deutsche KW Berg-Cup reiste nur mit 16 Gruppe H-Fahrzeugen ins Salzburger Land. Zweitschnellster Cup-Vertreter nach Georg Plasa war Egidio Pisano im VW Spiess Golf aus der Klasse bis 1600 ccm, vor Matthias Pott (Opel Kadett C 16V) als Sieger der 2 Liter Wertung. Franz Weissdorn, im kleine VW Polo 16V gewann als 31. der Gesamtwertung die 1300 ccm Klasse.
Die Gruppe N Wertung sicherte mit Armin Brunner (Ford Escort Cosworth) ein Südtiroler. Mit Christian Schweiger (Renault Megane) gewann leicht überraschend ein Österreicher die Gruppe A.
1. Josef Neuhauser (A) , Minardi Ford F1 5.55,531 min
2. Laszlo Szasz (H) Reynard Zytek F3000 6.06,766
3. Uwe Lang (D) Osella BMW CN 6.22,247
4. Martin Krisam jun. (D) Osella BMW CN 6.22,989
5. Hermann Waldy (A) Reynard Cosworth F3000 6.24,756
6. Bruno Ianniello (CH) Lancia Delta S4 6.29,186
7. Georg Plasa (D) BMW 320 Judd V8 6.30,372
8. Jacques Dufaux (CH) Reynard F3000 6.33,427
9. Erich Öppinger (D) Osella BMW CN 6.44,283
10. Günther Gabat (A) Ford Escort WRC 6.48,462
11. Herbert Pregartner (A) Porsche 911 GT2 6.49,127
12. Alexander Strobl (A) Ford Escort WRC 6.58,893
13. "Tessitore" (A) PRC Opel CN 7.08,739
14. Martin Krisam sen. (D) Osella BMW CN 7.10,501
15. Friedrich Huber (A) Lola Super V 7.11.342
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