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2002-05-27 10:05:09 - ks
Top 10: Fünf Tage Racing-Action rund um den Ring

(c) ks design
Spannende Duelle dürfen in der DTC erwartet werden
Es verspricht ein erster Höhepunkt der laufenden Saison in der Beru Top 10 zu werden: vom 29. Mai bis 1. Juni gastiert das Rennserienpaket beim ADAC 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Dabei sind es die Top-10-Tourenwagen-Serien, die beim Langstreckenklassiker auf der legendären Nordschleife ihren großen Auftritt haben: Die Deutsche Tourenwagen-Challenge (DTC) und der Bilstein Tourenwagen-Cup (BTC) gehen ebenso in einem gemeinsamen Lauf auf die längste Rennstrecke der Welt, wie die Markenpokale Alfa 147 Cup, DMSB Renault Clio Speed Trophy und Ford Puma Cup. Die kürzere Streckenvariante nutzen der VW New Beetle Cup und die spektakulären Silhouetten-Tourenwagen der V8STAR. Doch nicht nur die gemeinsamen Läufe an drei Tagen geben dem 24-Stunden-Rennen besondere Würze, auch beim Haupt-Event, der Hatz zwei Mal rund um die Uhr in der “grünen Hölle” treten viele Piloten aus der Beru Top 10 erneut an, um im Kampf gegen die Zeit, gegen ihre Rivalen und gegen die wohl härteste Rennstrecke der Welt zu bestehen.

Das außergewöhnliche Event bedingt außergewöhnliche Maßnahmen auch bei den Top-10-Serien. So wird die V8STAR statt des üblichen 70-Minuten-Rennens am Samstag ihren Lauf diesmal teilen: zwei Mal geht das Feld der V8-Boliden zum Rennen an den Start. Nach einem Trainingstag am Mittwoch (29. Mai) steht der erste Heat diesmal bereits am Donnerstag an. Doch wer auch immer hier als Führender über die Ziellinie geht, ihm steht noch eine weitere Bewährungsprobe bevor: Die Punkte werden erst am Samstag vergeben, wenn der Gesamtsieger nach der Addition auch des zweiten Laufes fest steht. Eine Doppel-Belastung also für die Rennprofis und Youngster im heiß umkämpften Championat. Zumal die Meisterschaftssituation derzeit höchst spannend ist. Nur zwei Punkte trennen den Führenden Thomas Mutsch (62 Punkte) vor dem Doppellauf vom amtierenden Champion Johnny Cecotto, dem wiederum mit dem Trio Robert Lechner / Pedro Lamy (je 57) und Roland Asch (56 Zähler) potente Konkurrenz im Rücken sitzt. Über die Hälfte aller Piloten – so zumindest die rein mathematische Situation – könnte beim 24-Stunden-Rennen durch einen mit 30 Punkten dotierten Sieg die Führung im Handstreich übernehmen. Spannung pur also, wenn für die zusammen knapp 10.000 im Feld versammelten Pferdestärken am Nürburgring die Startampel auf der Grand-Prix-Strecke auf “grün” springt.

DTC: Positionskämpfe in der “Grünen Hölle”
Auf reichliche Action dürfen sich die Fans rund um die Nordschleife freuen, wenn die DTC auf die Piste geht. Nicht nur, dass das Feld der Zweiliter-Tourenwagen gemeinsam mit den “kleinen 1600-Kubik-Brüdern” aus dem Bilstein Tourenwagen-Cup an den Start geht. Auch in der DTC ist vor dem Showdown auf der Nordschleife die Tabelle mit reichlich Konfliktstoff gewürzt. Da ist etwa der Fight an der Spitze, wo die BMW-Markenkollegen Claudia Hürtgen (90 Punkte) und Thomas Winkelhock (85) vom Ford-Focus-Duo Michael Funke (71) und Thomas Klenke (66) verfolgt werden. Da sind aber auch viele kleine und große offene Rechnungen nach dem vorausgegangenen Lauf auf dem Hockenheimring, der sich durch harte, aber faire Duelle auszeichnete. Für die Fortsetzung haben die Piloten nun noch mehr Zeit als sonst – denn bei den 24 Stunden warten vier Runden rund um die Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Strecke auf die Piloten. Über 100 Kilometer im Renntempo also, bei denen von kurvigen Berg-und-Tal-Passagen bis hin zu für Windschattenduelle prädestinierten Top-Speed-Geraden alles dabei ist, was eine Rennstrecke an Spannungsmomenten bieten kann. Die ersten Eindrücke für die Kräfteverteilung beim Schlagabtausch rund um die altehrwürdige Nürburg bekommen die Fans dabei bereits bei den Zeittrainings am Donnerstag und Freitag à la carte serviert, das DTC-Hauptmenü wird – passend zum Duft der vielen grillenden Fans rund um die Nordschleife – am Samstagmorgen (1. Juni) ab 9.25 Uhr aufgetischt.

Über 100 Fahrzeuge beim gemeinsamen Lauf am Start
Nicht nur die DTC-Piloten müssen sich in ihrem Lauf mit ungewöhnlichen Rivalen auf der Piste auseinander setzen. Spektakulär dürfte auch das gemeinsame Rennen werden, zu dem drei weitere Top-10-Serien antreten. Alfa 147 Cup, DMSB Renault Clio Speed Trophy und Ford Puma Cup tragen – nach getrennten Starts – ein gemeinsames Vier-Runden-Rennen über die Nordschleife aus. Auch, wenn die drei Championate jeweils intern um Punkte und Pokale fighten, dürfte das Spektakel mit über 100 Fahrzeugen auf der Strecke ein Leckerbissen der besonderen Art werden. Ergänzt wird das Top-10-Programm am Ring vom VW New Beetle Cup, der bereits am Donnerstag zum Rennen auf der Grand-Prix-Strecke antritt. Die kultigen Käfer-Nachfolger machen damit gemeinsam mit dem ersten Teil des V8STAR-Rennens schon den Donnerstag zum waschechten Renntag mit reichlich Action auf der Strecke.

Top-10-Stars auch beim 24-Stunden-Rennen am Start
Wenn die Läufe der Top-10-Serien beendet sind, hört das Rennwochenende für manchen Piloten aus den sieben Serien der Beru Top 10 noch lange nicht auf. Denn viele höchst bekannte Gesichter sind auch beim Langstreckenklassiker im Cockpit zu sehen. So zum Beispiel das mit der Nummer 1 startende Zakspeed-Team. Hier greift Teamchef Peter Zakowski höchstselbst mit seinen beiden V8STAR-Piloten Pedro Lamy und Robert Lechner ins Lenkrad der Chrysler Viper GTS-R, um den im Vorjahr errungenen Gesamtsieg zu verteidigen. Aber auch Piloten, die sonst Konkurrenten sind, finden sich für das Highlight des Jahres in einem Team zusammen. Etwa das DTC-Trio Marc Simon, Thomas Klenke und Patrick Bernhardt, die gemeinsam mit dem sonst im Alfa 147 Cup startenden Peter Oberndorfer in einem Ford Focus ST ins Rennen gehen. Serienübergreifend ist auch das komplett mit Piloten aus der Beru Top 10 besetzte Puma-Team mit der Start-Nummer 75: Hier will der aktuell Drittplatzierte der DTC, Michael Funke, mit den Spitzenreitern aus der Clio V6 Trophy und dem Ford Puma Cup, Thomas Marschall und Dirk Werner sowie Clio-V6-Pilot Marc Basseng ein Fahrzeug durch Tag und Nacht ins Ziel bringen. Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen – beweist aber immer wieder das gleiche. Ob Renn-Profi (wie der auf einem Nissan Skyline GT-R startende Roland Asch) oder Youngster (wie Beetle-Pilot Kai Riemer, der mit einem Clio RS 2.0 antritt): sie alle lockt die Faszination eines der härtesten und spektakulärsten Rennen im Motorsport-Kalender.

Racing nicht nur am Ring
Dabei sind die Fahrzeuge in diesem Jahr nicht nur auf der Rennstrecke in Action zu erleben. Einen besonderen Höhepunkt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bietet in diesem Jahr der Donnerstagabend. Ab 19.00 Uhr werden nämlich Fahrzeuge aus allen Top-10-Serien mit Wettbewerbern des 24-Stunden-Rennens sowie Teilnehmern der historischen Youngtimer-Trophy im Konvoi und mit Polizei-Eskorte einen Abstecher ins nahe gelegene Adenau machen. Beim “Adenau Racing Day” – einem spektakulären Stadtfest mit Motorsport-Schwerpunkt – präsentieren sich die Rennwagen vor der historischen Altstadtkulisse des Eifelstädtchens hautnah und sind sogar bei kurzen Beschleunigungswettbewerben im Renntempo in einer ganz und gar ungewöhnlichen Umgebung zu erleben. Ergänzt und abgerundet wird das Programm der 24 Stunden auf dem Nürburgring durch das Langstreckenrennen der Youngtimer am Freitag sowie die Leistungsprüfung des Castrol-Haugg-Cups am Donnerstag.


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