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F1: Coulthard beendet Talfahrt bei McLaren-Mercedes

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Zeigte der Konkurrenz das Heck: David Coulthard |
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| Beim siebten Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2002 hatten sie endlich die Nase vorn: David Coulthard siegte im McLaren-Mercedes beim Großen Preis von Monaco knapp vor Michael Schumacher im Ferrari und holte den ersten Sieg für die Silberpfeile in dieser Saison. Mit seinem Sieg stoppte der Schotte die Siegesserie des amtierenden Formel-1-Weltmeisters und beendete nach sieben Rennen die Talfahrt der Silbernen. Auf dem engen Stadtkurs des Fürstentums wurde Ralf Schumacher im Williams-BMW Dritter. Aber nicht nur für McLaren gab es allen Grund zur Freude. Auch bei Arrows freute man sich über den sechsten Platz des Mönchengladbachers Heinz-Harald Frentzen, der in den letzten Runden die Angriffe des Brasilianers Rubens Barrichello abwehren konnte und seinen Platz über die Ziellinie rettete.
Vor 80.000 Zuschauern überquerte Coulthard mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Michael Schumacher die Ziellinie. Schumacher profitierte im Rennen vom Ausfall seines in der WM derzeit ärgsten Konkurrenten Juan Pablo Montoya. Montoya, aus der Pole Position gestartet, fiel in der 46. Runde mit einem Motorschaden aus. Schumacher führt die WM-Wertung weiterhin mit großem Vorsprung an – der Kerpener liegt mit 60 Punkten auf dem ersten Gesamtrang, gefolgt von beiden BMW-Williams Piloten Montoya und seinem Bruder Ralf Schumacher, die beide jeweils 27 WM-Zähler auf ihrem Konto verbuchen können. David Coulthard erhöhte sein Punktekonto auf 20 Zähler und ist jetzt Vierter in der Fahrerwertung.
"Das ist ein tolles Gefühl nach so langer Zeit wieder mal zu gewinnen, aber ich hatte mir hier bereits vorher große Hoffnungen gemacht", sagte Coulthard. Sein Erfolgsrezept ist simpel: "Gas geben und von der Leitplanke wegbleiben." Dabei sah es für den Schotten gegen Rennmitte nicht ganz so gut aus. Weißer Rauch stieg aus dem Heck seines Boliden auf und drohte Unheil an. Aber nachdem er aus der Box das okay bekam, es sei alles in Ordnung, ignorierte er die Rauchfahnen und setzte sein Rennen unbeirrt fort. Für Coulthard war es der 12. Sieg seiner Formel-1-Karriere und der erste seit Zeltweg vor mehr als einem Jahr. Pech hatte wieder einmal sein Teamkollegen Kimi Räikönnen. Nach einem unverschuldeten Unfall mit Rubens Barrichello musste der junge Finne das Rennen aufgeben.
Überraschend in die Punkte fuhren Jarno Trulli im Renault als Vierter und Giancarlo Fisichella im Jordan-Honda, der Fünfter wurde. Nich Heidfeld, vom 17. Startplatz aus ins Rennen gegangen, wurde am Ende Achter, sein Teamkollege Felipe Massa schied nach einem Bremsenproblem und anschließendem Unfall in Runde 64 aus. Einen Doppelausfall hatte Toyota zu verzeichnen. Mika Salo schied frühzeitig mit einem defekt am rechten Vorderrad aus, für Allan McNish war das Rennen nach einem Unfall beendet.
Rennergebnis:
1. David Coulthard (Großbritannien) McLaren-Mercedes
2. Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari, +1,050 Sek.
3. Ralf Schumacher (Kerpen) Williams-BMW, +1:17,450 Min.
4. Jarno Trulli (Italien) Renault, -1 Runde
5. Giancarlo Fisichella (Italien) Jordan-Honda, -1 Runde
6. Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) Arrows-Cosworth, -1 Runde
7. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari, -1 Runde
8. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) Sauber-Petronas, -2 Runden
9. Eddie Irvine (Großbritannien) Jaguar-Cosworth, -2 Runden
10. Pedro de la Rosa (Spanien) Jaguar-Cosworth, -2 Runden
11. Mark Webber (Australien) Minardi-Asiatech, -2 Runden
12. Enrique Bernoldi (Brasilien) Arrows-Cosworth, -2 Runden
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