Der zweite Lauf der American Le Mans-Serie in Sears Point war nichts für schwache Nerven: Sintflutartiger Regen, Dreher, Unfälle, Safety-Car-Phasen und ein dramatisches Fotofinish zwischen Jan Magnussen (Panoz) und Johnny Herbert (Audi) sorgten auch Stunden nach dem Rennen noch für reichlich Gesprächsstoff. Zu Buche stand am Ende der erste Sieg der Saison für das Panoz Team.
David Brabham und Jan Magnussen führten das auf 2.45 Stunden angesetzte Rennen über weite Strecken an. In seinem letzten Turn musste sich der Däne dabei heftiger Attacken von Herbert erwehren und profitierte am Ende von einer Rangelei zwischen dem Audi-Piloten und einem überrundeten Fahrzeug. Der zweite Panoz mit den Piloten Bill Auberlen und Bryan Herta landete am Ende auf dem dritten Rang. Für den ehemaligen Cart-Fahrer Herta war es die erste Podiumsplatzierung in der ALMS.
"Unser Fahrzeug funktionierte bei den nassen Bedingungen wirklich gut und ich konnte mich von den Audis absetzen", so David Brabham. "Als die Strecke abzutrocknen begann, war unser Setup etwas zu weich."
"Einige Leute schauen einfach nicht in den Rückspiegel und sollten dafür bestraft werden. Denn das kann gefährlich werden", ärgerte sich Herbert nach dem Rennen. "Nach all dem, was passiert ist, bin ich mit dem zweiten Platz zufrieden. Aber heute hätte ich alle überrunden können.“
Von den wiedrigen Bedingungen profitierten auch die Fahrer in den kleineren Klassen. Ron Fellows und Johnny O´Connell beendeten das Rennen mit der Chevrolet Corvette C5-R auf dem fünften Rang und sicherten sich damit den Klassensieg. Lucas Luhr und Sascha Maassen taten es den Amerikanern gleich und holten den Klassensieg in der GT-Klasse mit einer gesamt sechsten Position.
"Ich freue mich über den Sieg hier in Sears Point", so Sascha Maassen nach dem Rennen. "Das gesamte Team hat tolle Arbeit geleistet. Immerhin konnte Alex Job Racing heute seinen ersten Sieg in Sears Point feiern.