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2002-05-18 12:41:42 - spmm
Rallye WM: Marcus Grönholm dominiert auch in Argentinien

Der Dominator: Marcus Grönholm unter allen Wetterverhältnissen schnell
Der erste Tag der siebten Runde in der aktuellen Saison, der Rallye Weltmeisterschaft, begann, wie die letzte Rallye endete. Fünf der acht WP-Bestzeiten (die erste musste wegen enormem Zuschaueraufkommens abgesagt werden) gingen an den Finne aus dem Peugeot Team. Grönholm war nicht nur im Trockenen der Schnellste, auch als die Wetterbedingungen sich in der Bergregion im Norden Cordobas am Nachmittag drastisch verschlechterten, baute er seinen Vorsprung weiter aus. „Unser Auto war heute perfekt. Allerdings waren die Strecken teilweise sandig und rutschig. Auf den letzten zwei Wertungsprüfungen herrschte sehr starker Nebel, man konnte nur fünf bis zehn Meter weit sehen.“ Der Weltmeister von 2000 beendete den ersten Tag mit einem Vorsprung von über eineinhalb Minuten auf seinen stärksten Verfolger Tommi Mäkinen im Subaru.

Die Plätze zwei und drei waren hart umkämpft. Richard Burns konnte Mäkinen lange Zeit unter Druck setzen: „Wir haben zu Beginn der Etappe durch eine defekte Zündkerze Zeit auf Marcus verloren. Danach lief es sehr gut und ich konnte sogar eine Bestzeit fahren“, sagte Burns optimistisch.

Auf dem vierten Platz endete der erste Tag für Petter Solberg: „Ich habe heute Nachmittag stark gepusht. Wir hatten ein paar sehr haarige Momente, aber es hat sich ausgezahlt. Wir konnten Zeit gut machen und in der Gesamtwertung weiter nach vorne fahren. Für morgen hoffe ich, dass wir Richard (Burns) angreifen können, denn wir sind nicht so weit weg und dass die Strecken zum zweiten Mal gefahren werden, sollte mir ein wenig helfen.“

Die Wetterprognosen für den zweiten Tag sind nicht besser als für den ersten: Bewölkt mit leichten Regenschauern.

Der Beste Ford des ersten Tages landete auf Rang fünf in der Tageswertung. Der Spanier Carlos Sainz und sein Co-Pilot Luis Moya kamen allerdings mit einem Rückstand von schon über zwei Minuten ins Tagesziel. Am Morgen kämpfte er mit erneuten Problemen an der Servolenkung.
Auch Vorjahressieger Colin McRae kann mit seiner bisherigen Position alles Andere als zufrieden sein. Der Schotte liegt nur auf dem neunten Platz: „Dummerweise hatten wir eigentlich gar keine Probleme auf den Prüfungen, aber am Ende der einzelnen Prüfungen waren die Zeiten einfach nicht so, wie wir sie erwartet hatten. Auf die Wetterbedingungen und riskantes Fahren, wie es heute Nachmittag erforderlich war, war ich überhaupt nicht eingestellt.“ Hinzu kam ein Dreher auf WP3, der ihn über eine halbe Minuten kostete.

Pech hatte der Deutsche Armin Schwarz in seinem Hyundai Accent WRC. Nach einer gebrochenen Felge und später nicht vorhandenem Benzindruck musste Schwarz sein Auto auf Wertungsprüfung neun parken. Sein Teamkollege Freddy Loix konnte auf der letzten Prüfung des Tages die Bestzeit für sich verbuchen. „Auf manchen Prüfungen war ich mit mir gar nicht zufrieden, aber am Ende lagen wir doch in einer guten Position und ich hoffe, dass wir morgen so weiter machen können“, sagte der belgische Hyundai-Pilot der auf dem sechsten Platz ins Tagesziel kam.

Die Top 10 nach dem ersten Tag in Argentinien
1 Gronholm (FIN) Peugeot 1h 29m 42.0
2 Makinen (FIN) Subaru +1m 40.3
3 Burns (GB) Peugeot +2m 01.0
4 Solberg (N) Subaru +2m 07.6
5 Sainz (E) Ford +2m 21.5
6 Loix (B) Hyundai +2m 48.6
7 Rovanperä (FIN) Peugeot +3m 34.5
8 Gardemeister (FIN) Skoda +3m 53.3
9 McRae (GB) Ford +4m 08.6
10 Martin (EE) Ford +4m 30.7


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