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F1: Formel peinlich – Barrichello muss Schumi wieder vorbeilassen

| | Es war der erste Sieg für Michael Schumacher im österreichischen Spielberg, ohne den Glanz vergangener Siege. Es war der fünfte Saisonsieg des Weltmeisters, gedankt haben es ihm die zahlreichen Formel-1-Fans an der Strecke mit pfiffen. Zweiter wurde einer, der eigentlich gar nichts dafür kann und sich mit der Rolle des Wasserträgers abfindet: Rubens Barrichello. Nur die Stallregie bei Ferrari bremste den Brasilianer, der im F2002 das Wochenende auf dem Kurs in der Steiermark vom ersten freien Training an dominierte, ein. Auf der Start-Ziel-Geraden bremste Barrichello ab und ließ seinen Teamkollegen und WM-Favoriten Michael Schumacher passieren. "Es war eine Teamentscheidung", zeigte sich Schumacher nach dem Rennen überrascht. "An eine Stallorder bereits im sechsten Rennen habe ich nicht geglaubt." Dabei klangen die Erklärungsversuche, auch von Ross Brawn, eher kläglich. "Das Team hat beschlossen, dass Michael die Punkte bekommt", erklärte das "Ferrari-Superhirn" nach dem Rennen.
Juan Pablo Montoya im Williams-BMW wurde hinter den beiden Ferrari Dritter, sein Teamkollege Ralf Schumacher beendete den Grand-Prix auf Platz vier. Giancarlo Fisichella holte mit Platz fünf seine ersten WM-Punkte und David Coulthard schaffte mit Platz sechs noch den Sprung in die Punkte. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen wurde auch im sechsten Rennen wieder einmal Opfer der Technik und schied nach einen Motorschaden bereits frühzeitig aus.
Nach sechs von 17 WM-Läufen führt der 33-Jährige Schumacher jetzt mit insgesamt 54 Punkten und hat damit schon doppelt so viele Zähler auf seinem Konto wie der Kolumbianer Juan Montoya (27), der im Williams-BMW nur den dritten Platz vor seinem Teamkollegen Ralf Schumacher belegte.
Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld hat beim Großen Preis von Österreich einen schweren Unfall mit Takuma Sato ausgelöst. Der Sauber-Pilot verlor nach einem Fahrfehler die Kontrolle über seinen Boliden und prallte mit voller Wucht in die Seite des Jordan-Piloten Sato. Team-Chef Peter Sauber äußerte bereits kurz nach dem Unfall in einem Premiere-Interview, was der Grund für den Unfall war: "Nick hat sich verbremst. Es war also ein Fahrfehler. Am Auto ist nichts gebrochen. Nick hat eine Prellung am Bein, ansonsten geht es ihm gut!"
Auch Sato hat den schweren Zusammenprall mit Heidfeld offensichtlich gut überstanden. In einem E-Mail des Jordan-Teams, dass Premiere bereits kurz nach dem Unfall einblendete, informierte das Team: "Er ist in Ordnung! Er sitzt aufrecht und ist ansprechbar. Es ist ein Wunder!"
Rennergebnis:
1. Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari 33:51,562 Min.
2. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari 0,182 Sek.
3. Juan Pablo Montoya (Kolumbien) Williams-BMW 17,730
4. Ralf Schumacher (Kerpen) Williams-BMW 18,448
5. Giancarlo Fisichella (Italien) Jordan-Honda 49,965
6. David Coulthard (Großbritannien) McLaren-Mercedes 50,672
7. Jenson Button (Großbritannien) Renault 51,229
8. Mika Salo (Finnland) Toyota 1:09,425 Min.
9. Allan McNish (Großbritannien) Toyota 1:09,718
10. Jacques Villeneuve (Kanada) BAR-Honda, -1 Runde
11. Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) Arrows-Cosworth, -2 Runden
12. Mark Webber (Australien) Minardi-Asiatech, -2 Runden
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