Beim größten Motorsport Event der Welt kochen die Emotionen
24 lange Stunden durch die grüne Hölle der Nordschleife – unvergesslich und einmalig. Emotionen pur bietet der Nürburgring-Klassiker: Die Teams hetzen im Sekundenabstand um den Kurs, immer haarscharf an der Haftgrenze. Die Fans lassen sich die turbulente Tag-und-Nacht-Show mit ihrem bunten Unterhaltungsprogramm ebenso schmecken, wie die frische Bratwurst vom eigenen Holzkohlegrill. Nur am Ring gibt es diese Gegensätze, und vom 29. Mai bis 2. Juni 2002 ist es wieder so weit: das ADAC Zürich-Agrippina 24-Stunden-Rennen lockt die Fans zu Zehntausenden an.
Längst ist aus der 24-Stunden-Hatz auf der längsten und schönsten Rennstrecke der Welt ein Event der Extraklasse geworden. Schon mittwochs gehen die ersten Teams zu Trainings auf die Piste, fünf Tage dreht sich am Nürburgring alles um Top-Speed und Adrenalin. Insgesamt neun Rennserien bilden das riesige Rahmenprogramm für das eigentliche 24-Stunden-Rennen, das am Samstag um 14.00 Uhr von Rennleiter Hans Schnock auf die weit über 3.700 km lange Reise geschickt wird. Dabei steht schon heute fest, dass bis zu 600 Piloten den Kampf mit der Nordschleife aufnehmen wollen.
Dass Boliden wie eine Chrysler Viper bei den 24 Stunden ebenso an den Start gehen können, wie offene Sportcoupés und seriennahe Kleinwagen, liegt am Reglement: Es bringt alle Fahrzeugklassen unter einen Hut. Beschränkungen hinsichtlich Gewicht, Tankinhalt und Reifenabmessungen garantieren gleiche Chancen für alle – denn überlegene Fahrzeuge werden auf ein einheitliches Niveau gebremst. Das bewährte Konzept wurde in diesem Jahr praktisch unverändert übernommen, lediglich Feinheiten wurden neu festgeschrieben.
Rahmenprogramm bietet Highlights auf Nordschleife und GP-Kurs
Das erste Highlight des Rennwochenendes dürfte das Rennen der V8STAR am Donnerstag werden, wo rund 500 PS starke Boliden auf der Grand-Prix-Strecke Tür an Tür um die Plätze kämpfen. Der zweite Teil dieses Rennens findet am Samstag unmittelbar vor dem Start zu den 24 Stunden statt. Zweiter Höhepunkt aus der Beru Top 10 ist am Donnerstag der VW New Beetle Cup, der mit dem Käfer-Nachfolger spannende Duelle garantiert. Aber auch auf der Nordschleife wird an Fronleichnam bereits Gas gegeben: Eine Leistungsprüfung des Castrol-Haugg-Cups bietet den Fans der grünen Hölle die ersten schnellen Runden des Wochenendes.
Der Freitag gehört dann dem Fight um die besten Startpositionen aller Rennserien, und die Youngtimer bestreiten bereits ihr 500-km-Rennen. Am Samstag geht es ab 8.00 Uhr Schlag auf Schlag: Die spektakulären Markenpokale Renault Clio Speed Trophy, Ford Puma Cup und der brandneue Alfa 147 Cup starten in einem gemeinsamen Rennen. So werden insgesamt rund 100 Cup-Autos um den 25,359 km langen Eifelkurs jagen. Danach folgen ab 9.40 Uhr die Tourenwagen von DTC und BTC bevor die V8STAR ihre 5,7-Liter-Boliden erneut auf dem Grand-Prix-Kurs präsentiert.
Die Mischung aus Lagerfeuer-Romantik und PS-Power, nächtlichen Fights auf der Nordschleife und jubelnden Zuschauern bei der gigantischen Grillparty im Brünnchen sorgt dabei an allen Tagen für eine Atmosphäre, die kein anderes Motorsport-Event zu bieten hat. Für die Dauer des 24-Stunden-Rennens nimmt der Nürburgring die Ausmaße einer mittleren deutschen Stadt an. Schon der Aufwand für die Sicherheit der Rennfahrer ist so groß, wie bei sonst keinem anderen Rennen. Über 20 Sicherheitsfahrzeuge – vom Krankenwagen bis zum Safety-Car – sind im Einsatz. Rund 1.200 Streckenposten, 80 bis 100 Sanitäter und ein Team von 40 Ärzten, die während der 24 Stunden im Dreischichtbetrieb arbeiten: Die Sportabteilung des ADAC Nordrhein organisiert in diesem Jahr das wohl größte Motorsport-Event der Welt.