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2002-05-04 18:47:37 - ks
F3: Dritter Lauf verschoben

(c) ts photo
Pole für Winkelhock im dritten Lauf (startet Sonntag 13:30 Uhr)
Das Gastspiel der Formel 3 im Rahmen des ADAC Eifelrennens auf dem Nürburgring schien aufgrund von starken Regenfällen und dichtem Nebel buchstäblich ins Wasser zu fallen. Krisenmanagement war für den Veranstalter angesagt. Entgegen dem ursprünglichen Vorhaben, den 3. Saisonlauf ersatzlos zu streichen, planen die Verantwortlichen der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft am Sonntag des Eifelrennens (5.Mai) 2 Meisterschaftsläufe auszutragen. Der Start des Sonntagrennens (4.Saisonlauf) erfolgt um 9:30 Uhr. Das am Samstag aufgrund von Nebel abgesagte Rennen (3.Saisonlauf)soll um 13:30 Uhr gestartet werden.

Markus Winkelhock: Zuerst die Pole Position dann der Crash
Kälte, Nieselregen und Nebel warteten beim Training für den dritten Saisonlauf auf die 30 Piloten der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft am Nürburgring. Die Ideallinie des 5,146 Kilometer langen Grand Prix Kurses trocknete zwar im Verlauf des 45-minütigen Trainings mehr und mehr ab, bot aber nie die Möglichkeit, auf Sliks zu fahren. Die rutschige Piste provozierte entsprechend viele Ausrutscher, die wiederum zu einigen Überholmanövern unter Gelb führten. Neun Fahrern wurde so die jeweilige Bestzeit gestrichen.

Für den Waiblinger Markus Winkelhock (Dallara 3/02 Mercedes) endete der Ansturm auf die Pole Position, eingangs der Start- und Zielgeraden, mit beschädigter Hinterradaufhängung zwar an der Boxenmauer, später aber auf der Pole Position. Denn genau während dieser Gelbphase fuhr Gary Paffett (Dallara 3/02 Opel-Spiess) Bestzeit, die dem Briten dann jedoch aberkannt wurde. Winkelhock hatte vor dem Einschlag die schnellste Runde in 2:11.332 Minuten gedreht. Auf den zweiten Platz kam mit 2:11.377 Minuten der Mönchengladbacher Sven Heidfeld (Dallara 3/02 Opel-Spiess) vor dem Japaner Kousuke Matsuura, der im Dallara 3/02 Opel-Spiess 2:11.503 Minuten erzielen konnte.

Gary Paffett: Das war kein einfaches Training. Vor allem zum Ende hin wurde es immer nebliger, man konnte kaum noch etwas sehen. Für mich läuft es hier allerdings richtig gut. Schon gestern im trockenen Training war mein Auto super, jetzt auch auf nasser Strecke. Ich freue mich auf die Rennen.

Joao Paulo de Oliveira: Man musste heute auch etwas Glück haben, das richtige Set-up zu finden. Da die Strecke nicht richtig nass und teilweise sogar trocken war.

Sven Heidfeld: Die Strecke wurde immer besser und ich hatte schon gehofft, zum Schluss noch eine schnelle Runde zu erreichen, doch das hat nicht funktioniert. Es war auch gegen Trainingsende noch zu nass, um Sliks zu fahren.

Gilles Tinguely: Ich bin zum ersten Mal hier am Nürburgring. Die Strecke ist schön, doch ich kenne sie noch nicht richtig. Deshalb war es bei diesen Bedingungen für mich richtig schwierig. Man lernt halt nur Schritt für Schritt.

Christopher Brück: Es lief gar nichts. Ich kam mit dem Auto nicht klar und mit der nassen Strecke auch nicht. Ich hatte viele Probleme mit dem Set-up.

Kousuke Matsuura: Das Auto war gut, es hat mir ein sehr positives Gefühl vermittelt. Zum Schluss lief leider nichts mehr, weil überall Gelb geschwenkt wurde.

Charles Zwolsman: Als ich vorne lag, ging die Batterie kaputt. Ich musste in die Box und habe wichtige Runden verloren. Vor allem das Problem, die Reifen auf Temperatur zu halten, hat sich nachteilig ausgewirkt.

Timo Glock: Ich war am Anfang richtig gut dabei. Viele Kollegen, die sich gegen Trainingsende verbessert haben, haben wohl die gelben Flaggen nicht gesehen.

Frank Diefenbacher: Es war nicht mehr drin, da wir überhaupt keinen Grip gefunden haben. Ich war zudem noch viel zu oft neben der Strecke. Es hätte viel besser laufen müssen, doch mit dem Auto kam ich einfach nicht zurecht.

Vitantonio Liuzzi: Das war vielleicht ein Unterschied zum gestrigen Training. Am Anfang ging es noch ganz gut, doch je mehr die Strecke abtrocknete, je schwieriger wurde das Fahrverhalten meines Autos.

Stefan de Groot: Ich bin nicht unzufrieden, obwohl ich am Anfang weiter vorne stand. In den letzten Minuten habe ich viel zu viel im Verkehr festgesteckt.


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