Startseite
Motorsport Markt
Motorsport News
Motorsport News
24hQ: Doppelsieg und zweimal Podium
24hQ: Unfall beendet Rennen vorzeitig für Marco Seefried
24h Q: Packender Probelauf für das 24h-Rennen
RCN: Klassensieg und schnellste Rundenzeit
GT Masters: Neues Ergebnis beim ersten Rennen
GT Masters: Hofer/Ellis siegen beim Saisonauftakt
VLN: 20. Klassensieg für Mike Jäger
RCN: Mit neuem Fahrzeug und neuer Challenge
VLN: Falken feiert weitere Podiumsplatzierung
VLN: GT4-Klassensieg für Mettler/Eichenberg im Sorg-M4
VLN: Doppelpodium für Mühlner Motorsport
VLN: ROWE RACING feiert ersten BMW-Sieg 2018
VLN: Erneut zwei Wochenspiegel-Ferrari am Start
VLN: Kunterbunte Vielfalt beim zweiten Lauf
WRC: Tour de Corse: Heimspiel für den Citroën C3 WRC
Alle Motorsport News...
Features
Eifel Rallye Festival 2016
RAC Rallye 2010
Autoluojus Ralli Pori
38. ADAC Rallye Oberehe
20. Rallye Zorn
Featureübersicht
Bücher und Multimedia
DTM Race Driver 3: Create & Race für Nintendo DS ab sofort im Handel erhältlich
Forza Motorsport 2 ab Mai in den Regalen
"Mensch Schumi"
Übersicht
Motorsport 2000 Intern
Impressum
Email
Seitenanfang
 
2001-11-19 17:20:39 - ks
TV: "Motorsport unter Hammer und Zirkel"

Heinz Siegert ist seit 1976 aktiv und der letzte DDR-Meister
Er war der letzte "Schumi" vor dem Fall der Mauer - Heinz Siegert, DDR Meister von 1989 in der höchsten Motorsportklasse, der "Formel Easter". Ob auf den ostdeutschen Rennstrecken oder bei Rennen in den sozialistischen Bruderländern - Heinz Siegert trotzte erfolgreich den natürlichen Grenzen der Technik von Ladamotoren und Trabibremsen unter dem gebannten Blick hunderttausender Zuschauer. Siegert stand mit einigen anderen Fahrern an der Spitze eines von der DDR Führung ungeliebten und nicht geförderten Sports. Jetzt möchte er mit seinen Freunden die Rennstrecken in Ost und West wieder zurückerobern und eine eigene Rennserie gründen.
"auto motor und sport tv" verfolgt das "Formel Easter"-Team auf seinem beschwerlichen Weg, die Fahrer und Rennwagen, die nach der Wende "eingemottet" wurden, wieder flott zu machen. Die Rennwagen waren Homunkuli sozialistischer Auto-Kunst: Das Getriebe vom Wartburg, der Motor von Lada, ein bisschen Trabi - und dazu natürlich Spezialteile, die sich die Piloten auf teils abenteuerliche Weise beschafften.
Die Autoren Stefan Sauerzapf und Bernhard Dreiner zeigen die "Krönung" des DDR - Rennwagenbaus: den MT 77, der von Ulli Melkus und Hartmut Thaßler unter technikfeindlichen Bedingungen 1977 fertiggestellt wurde und zwölf Jahre lang das Aushängeschild der "Formel Easter"-Fahrer war. "auto motor und sport tv" begibt sich auf
Spuren- und Ersatzteilsuche nach Tschechien, unter anderem nach Most. Hier treffen die "Formel Easter"-Fahrer auf ehemalige Konkurrenten der Pokalrennen "für Frieden und Freundschaft" - DIE Formel I des Ostblocks in den 70er und 80er Jahren. Die neuen Konkurrenten der DDR-Helden kommen jetzt aus den alten Bundesländern - und deren Material und finanzielle Ausstattung ist deutlich überlegen. Vielen Veranstaltern sind die "Formel Easter"-Fahrer mit Ihrer eigentümlichen Art und Ihren sozialistischen Errungenschaften ein Dorn im Auge.
Der gesamte Rennsport unter Hammer und Zirkel wurde aus privater Tasche bezahlt, die staatlichen Rennkommissare erlaubten höchstens einen kleinen Sponsorvertrag. Aus den DDR-Rennstars wurden mit der Wende tragische Helden. Kurz nach dem Fall der Mauer starb Uli Melkus bei einem Unfall auf der Autobahn - die anderen merkten, dass der Westen für rückständige Technik nichts übrig hat. Ein gemeinsamer Auftritt in Hockenheim 1989 - das war´s. Die MT 77 sowie die übrigen Rennwagen verschwanden und verstaubten in den Garagen, der persönliche Überlebenskampf der Neu-Bundesbürger begann. Doch jetzt, 12 Jahre nach dem Aus, soll der Legende "Formel Easter" wieder neues Leben eingehaucht werden.
"auto motor und sport tv" dokumentiert die Geschichte des DDR-Rennsports an Originalschauplätzen und in Gesprächen mit den wichtigsten Zeitzeugen von damals (und heute) und zeigt, dass sich die Menschen trotz aller staatlicher Repressalien ihre Liebe zum Motorsport nicht nehmen ließen - ob beim Trabirennen oder auf der "Formel-Easter"-Strecke. "auto motor und sport tv" ist im Original-Windkanal, in dem der MT 77 damals getestet wurde, besucht Vater und Sohn des tödlich verunglückten DDR-Stars Uli Melkus, befragt Albert Gärtner, den ehemaligen Rennkommissar und Motorsportchef des ADMV (der Automobilverband der ehemaligen DDR), der die "Formel-Easter"-Fahrer förderte und ihnen gleichzeitig jegliche Westkontakte bei Auslandsrennen in anderen Ostblockstaaten verbieten musste. "auto motor und sport tv" zeigt nicht nur exklusives Filmmaterial des Bruders von Heinz Siegert, der die wichtigsten Stationen der "Formel Easter" auf Super-8 festgehalten hat - in einer Bildsprache, wie sie heute in Werbespots wieder verwendet wird, sondern greift auch auf die Bestände des ehemaligen DDR-Fernsehens zurück.

"Motorsport unter Hammer und Zirkel" - die Schumis aus der DDR
"auto motor und sport tv" berichtet am Sonntag, 23. Dezember 2001 um 17.00 Uhr. Bei VOX
Artikel per Email versendenArtikel per Email versenden
Artikel druckenArtikel drucken