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2001-07-12 01:31:58 - ks
Gametest: Echtes Le Mans Feeling für PS2

Infogrames bringt den Langstreckenklassiker auf die Playstation 2. "Le Mans 24 Stunden" für das heimische Wohnzimmer - hier kommt es in erster Linie auf die Umsetzung an. Dem Spiel wurden nicht weniger als 70 verschiedene Fahrzeuge spendiert, bekannte Namen wie Audi, Panoz oder Courage gehören selbstverständlich dazu.
Die Anzahl von insgesamt sieben Rennstrecken mag auf den ersten Gedanken etwas mager erscheinen. Da jedoch fast alle Strecken in verschiedenen Varianten gefahren werden können, bietet das Spiel doch noch genügend Abwechslung. Lediglich Brünn, Le Mans und die permanente Kurzform des Le Mans Kurses namens Bugatti bieten eine Streckenführung. In Donington, Catalunia und Road Atlanta sind es schon deren zwei, Suzuka bietet sogar drei verschiedene Kurslayouts.
Nach dem spektakulären Intro, bietet das Menü verschiedene Auswahlmöglichkeiten endlich mit dem Spielen zu beginnen. Die Option "Schnelles Rennen" erklärt sich nahezu von selbst. Mit einer Minimalanzahl von Klicks, kann man gleich mal loslegen. Erspielen kann man sich in diesem Modus die verschiedenen Streckenvarianten, die dann jeweils auch über ein Schnelles Rennen direkt anwählbar sind. Interessanter wird es in den Spielmodi Meisterschaft und Le Mans. Erstere Variante bietet einen klassischen Karriereverlauf, die zu bewältigenden Strecken werden nach und nach länger, in Punkto Fahrzeugen steigert man sich von GT-Fahrzeugen bis hin zum Prototypen. Als Verdienst für gewonnene Meisterschaften winken neue Fahrzeuge, welche die motorsportliche Laufbahn erleichtern.
Der Le Mans Modus fand im Kreise der Redaktion mit Abstand den meisten Zuspruch. Hier gilt es bei "Petit Le Mans" und "Le Mans 24 Stunden" sein Können unter Beweis zu stellen. Die verschiedenen zu fahrenden Renndistanzen steigern sich von zehn über 20 und 100 Minuten bis zu zehn Stunden in Road Atlanta, analog hierzu zehn, 24 und 240 Minuten und 24 Stunden in Le Mans. Für Gesamtsiege kassiert man reichlich neue Fahrzeuge.
Der Clou an den verschiedenen Zeitdistanzen ist die Tatsache, dass generell 24, bzw. 10 Stunden simuliert werden. Hinzu kommt eine Simulation der Reifenabnutzung und des Treibstoff Verbrauchs, so dass man mit Ausnahme der 10 Minuten Distanz generell Boxenstopps einplanen muss. Die Strategie spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle, denn mit etwas Konzentration und Ausdauer kann man schon mal einen Boxenstopp einsparen und so auch mit einem schwächeren Rennwagen gegen starke Gegner bestehen.
Die Spielgrafik ist in der oberen Mittelklasse einstufen, was die Details der Rennstrecken und Fahrzeuge anbelangt. Die optischen Effekte hingegen sind atemberaubend. Der aufsteigender Staub, wenn man über die Streckenbegrenzung hinausfegt, nebelt die Verfolger gehörig ein, in der Nacht kommen wunderschöne Lichteffekte zum Vorschein, die unverwechselbar Le Mans Charakter verspüren lassen.
Kommen wir zu dem entscheidenden Punkt einer guten Rennsimulation - dem Fahrzeughandling. Hier ist "Le Mans 24 Stunden" anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Das Kurvenverhalten der Fahrzeuge kann am treffendsten mit "Schwenken" bezeichnet werden. Die Lenkung ist wenig direkt und etwas wabbelig. Jedes noch so kleine Abweichen von der Ideallinie wird sofort bestraft. Es empfiehlt sich, von Beginn an, alle Fahrhilfen zu deaktivieren und gnadenlos Brems- und Einlenkpunkte zu studieren. Hier kann man Sekunden, auch auf kürzeren Kursen, gutmachen. Nach einer Eingewöhnungszeit kommt man mit den Sportwagen allerdings bestens zurecht. Bei fast allen Fahrzeugen ist der Grenzbereich kontrollierbar, so dass dem illustren Drift über alle vier Räder nichts im Wege steht.
Etwas knapp ausgefallen sind die Einstellmöglichkeiten bei den Fahrzeugen. Folgende Optionen stehen zur Verfügung: Anpressdruck in drei Stufen, mitgeführte Kraftstoffmenge in Zehner Schritten, Reifenmischung in vier Varianten, Getriebeübersetzung in drei Stufen und Drehzahl in drei Stufen. Hier erreicht das Spiel gerade mal Arcade Charakter - von einer Simulation kann man hier kaum noch sprechen. Zugute halten muss man, dass die Fahrzeug auf die vorhandenen Varianten gut reagieren und je nach Kurs sind auch sinnvolle Veränderungen einstellbar sind. Es fehlen aber elementare Optionen. Für eine Rennsimulation verstehen sich getrennte Regulierung der Spoiler, Einstellmöglichkeiten für Fahrzeughöhe, Fahrwerk, Bremsverteilung, usw. sowie eine detaillierte Justierung der Gänge eigentlich schon von selbst. Hier ist Infogrames nicht auf dem neusten Stand, sollte ein Nachfolger für das kommende Jahr geplant sein, hoffen wir in diesem Punkt auf Besserung.
Die nicht unerheblichen Mängel im Fahrzeugtuning schmälern den Spielspaß glücklicherweise nur wenig. Noch kein Game konnte eine derartige Begeisterung in der Redaktion auslösen. Der Suchtfaktor ist extrem hoch anzusiedeln, was sich in erster Linie durch das Gemeinschaftserlebnis begründen lässt. Hier geht es ausnahmsweise mal nicht um den Multiplayermodus, sondern um die Möglichkeit, im Team zu spielen. Durch die simulierten Turns, die zum Boxenstopp zwingen, bietet es sich mehr als bei anderen Spielen an, mit mehreren Personen zu fahren. Das Konkurrenzdenken beschränkt sich auf das Fahren der schnellsten Runde, alles weitere ist Teamsache. "Le Mans 24 Stunden" bietet zwar die Möglichkeit, jeweils beim Pitstop den Spielstand zu speichern, aber wer will das schon. Für den unterhaltsamen Spielspaß zwischendurch stehen die kurzen Distanzen, bei einem 10 bzw. 24 Stunden Rennen sollte man sich schon im Team mit zwei bis drei Personen abwechseln.
Man kann es kaum anders beschreiben, es kommt richtige "Le Mans" Stimmung auf. Da kann man schon verschmerzen, dass keine Ausfälle oder technische Defekte das Renngeschehen interessanter gestalten. In Sachen Optik fehlt leider ebenfalls etwas Realität - man sieht den Fahrzeugen die 24-Stunden nicht an - blitzblank, als wären sie gerade gestartet, rollen sie auch wieder über die Ziellinie. Auch hier besteht Handlungsbedarf für eventuelle Nachfolger.
Hätte Infogrames dem Spiel in allen Bereichen noch ein Quäntchen mehr Realismus spendiert, wir dürften das definitive Rennspiel verkünden. So handelt es sich bei "Le Mans 24 Stunden" um ein überdurchschnittliches Game mit nie enden wollendem Spielspaß. Die geringen Mängel verfliegen schnell, wenn man den Sonnenaufgang in Le Mans genossen hat und wenn man nach 24 Stunden (echten oder simulierten) die Ziellinie überquert.
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