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Gamepreview: MotoGP – Born to be wild

Philip Island, 16. Lauf zur Motorrad Weltmeisterschaft. 24 Werksmaschinen donnern über die 20 Kilometer des australischen Traditionskurses. Mit dem Vorsprung eines Wimpernschlags gewinnt Max Biaggi den Grand Prix in der 500er Klasse vor seinem härtesten Widersacher Loris Capirossi. Vorausgegangen war eines der wohl packendsten Rennen der Motorradgeschichte – keiner der beiden Kontrahenten, schenkte seinem Gegner auch nur einen Zentimeter Boden.
Für alle diejenigen, die dieses Rennsport-Highlight der Saison 2000 noch einmal aufleben lassen wollen, bietet Sony Computer Entertainment Deutschland mit MotoGP (Entwickler: Namco) jetzt eine atemberaubende Motorrad-Rennsimulation auf PlayStation 2. Detailgetreu bis in die kleinste Fahrbahnmarkierung hat das Entwicklerteam jeden einzelnen der fünf Grand-Prix-Kurse digitalisiert und in die Rennsimulation eingearbeitet. Die Graphik von MotoGP wartet mit Effekten der Extraklasse auf. Schmutz, der sich auf den Pneu absetzt – sollte einmal das Kiesbett für eine zu große Kurvengeschwindigkeit herhalten müssen – fährt sich nach einigen hundert Metern auf Asphalt wieder ab. Beim Start zeigen fotorealistische Rauchschwaden am Hinterreifen dem Spieler die bullige Kraft der Rennmaschinen. Die Motorräder selbst entsprechen bis ins kleinste Detail ihren Vorbildern im "wirklichen Le-ben".
Ein besonderer Augenschmaus ist die Replay-Funktion von MotoGP. Nach Beendigung eines Rennens läßt sich der eigene Fahrstil über eine "Außenkamera" betrachten. Durch die geschickte Wahl der Kameraperspektive und die hohe Grafikleistung der PlayStation 2 sind Rennen und Replay kaum noch von einer Fernsehübertragung zu unterscheiden. Gewürzt wird die Rennsimulation durch ein ausgefeiltes Gameplay, das den Spieler für viele Stunden fesseln wird. Mehr als 50 Wettbewerbe mit einer fast unbegrenzten Zahl unterschiedlicher Rennoptionen lassen das Herz jedes hartgesottenen Bikers höher schlagen.
Neben einem glücklichen Händchen am Gaszug spielen bei MotoGP Renntaktik und die richtige Entscheidung bei der Wahl des eigenen Teams eine entscheidende Rolle. Im Lauf der Saison kann der Spieler zu einem anderen Team wechseln – zu welchem, entscheidet das eigene Können und vor allem ein aufmerksamer Blick auf die Leistungen der anderen Teams. Weiteres Highlight des Spiels ist die konsequente Umsetzung der technischen Möglichkeiten der PlayStation 2. So haben die Entwickler von Namco die analogen Tastenfunktionen auf dem neuen DualShock 2 Controler geschickt in das Gameplay eingearbeitet.
Ein leichter Druck auf die Richtungstasten beispielsweise, läßt die Maschine sanft in die Kurve legen. Enge Kurven bei hoher Geschwindigkeit erfordern ein deutlich beherzteres Zupacken – ansonsten endet die Runde vorzeitig im Kiesbett. Wird die Kurve jedoch zu hart angegangen und zugleich zu schnell wieder heraus beschleunigt ist ein Abflug über das Vorderrad nahezu vorprogrammiert. Der Fahrer steht zwar immer wieder auf, ein neuer Rundenrekord ist so leider kaum zu erreichen. Mit wachsenden Erfahrungen aus dem Trainingsmodus setzt sich der Spieler jedoch schon bald auf die Verfolgung der Top-Fahrer im Feld. Mit dem richtigen Augenmaß und der passenden Kurventechnik gelingt es ihm vielleicht, noch vor Biaggi die Ziellinie in Philip Island zu kreuzen.
MotoGP wird besonders spannend, wenn im Zwei-Spieler-Modus zwei reale Fahrer die virtuellen Rennen im Wohnzimmer austragen. Die ultimative Motorradrennsimulation MotoGP (USK: o.A.) erschien am 14. Februar zum Preis von 119,95 DM exklusiv für PlayStation 2.
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