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Rezension: "25 Jahre in der grünen Hölle"

Seit der Jahressiegerehrung der VLN ist es erhältlich - das erste Buch zum Langstreckenpokal Nürburgring. Der Titel "25 Jahre in der grünen Hölle", mit dem Beisatz "Das große Buch zum Langstreckenpokal", trifft den Nagel auf den Kopf. In diesem Werk geht es um die erfolgreichste Langstreckenserie Europas, den bis dato bekannten und beliebten Veedol Langstreckenpokal, der in seinem 25. Jahr als BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring an den Start gehen wird.
Das Autorenteam, bestehend aus Jörg Hildebrand (Fotos), Erich Kahnt (Saison 2000) und Luki Scheuer (Historie), hat sich vorgenommen, die Historie mit der Gegenwart zu kombinieren. Mit Ausblick auf die folgenden Jahre, darf das vorliegende Buch also als Anfang gesehen werden. Die Agentur Hackethal & Partner plant, als Redaktion, in den kommenden Jahren das vorhandene Format zu einem Jahrbuch zu adaptieren.
Angefangen mit der Entstehungsgeschichte und der Grundphilosophie des Langstreckenpokals steigt Luki Scheuer im Jahr 1977 ein. Er erläutert das erste Zusammentreffen einzelner Motorsportclubs zu einer Veranstaltergemeinschaft und pickt sich im Verlauf bestimmte Persönlichkeiten und Geschehnisse aus der Historie heraus, um diese zu dokumentieren. Scheuer geht dabei nicht klassisch chronologisch vor. "Ich halte es für interessanter, Geschichten zu schreiben, als trocken Statistiken aneinander zu reihen", erläutert der Nürburgring-Spezialist selbst. Luki Scheuer pflegt einen kurzweiligen Schreibstil, der die Inhalte stets authentisch und interessant vermittelt. Es mag, je nach Geschmack, dem ein oder anderen etwas zu wenig Historie sein, ich persönlich hätte diesen Teil gerne etwas ausführlicher gesehen. Der historische Teil weiß dennoch zu gefallen!
Der zweite Teil, hier kommt das Jahrbuch zum Vorschein, widmet sich ausschließlich der Saison 2000. Positiv sei bemerkt, dass in diesem Teil auch die veranstaltenden Clubs mit jeweils einer Buchseite zur Sprache kommen. Ähnlich wie Scheuer bereits im ersten Teil des Buches, benutzt Erich Kahnt hier Aufhänger für jeden Lauf. Bei diesem Part handelt es sich also nicht, um eine Aneinanderreihung von Rennberichten. Der Leser erlebt die Saison erneut, denn die Geschichten rund um die zehn Veranstaltungen wirken frisch. Es kommen Aspekte zum Vorschein, die man vielleicht während der Saison nicht erfasst hatte. Positiv sind in jedem Fall auch die ausführlichen Interviews mit den "Stars" des Langstreckenpokals. Etwas vermisst habe ich beim näheren Inspizieren des Buches einen Statistikteil, der bei einem Jahrbuch eigentlich Pflicht sein sollte. Zwar findet man zu jedem Rennen ein Ergebnis in Kurzform, aber für ein gutes Archiv reichen die besten Zehn nicht wirklich - bei rund 140 Teilnehmern im Durchschnitt.
Das 180 Seiten umfassende Buch wurde mit einem farbig bedruckten Einband produziert und macht einen robusten Eindruck. Die Druckqualität ist hochwertig, was man von den Fotos ebenfalls behaupten kann. Die Bildauswahl hätte, bedenkt man, dass es sich um eine Nordschleifen-Serie handelt, etwas besser sein können. Meiner Auffassung nach, sind viele der abgedruckten Fotos nur Standard, wenn auch auf einem hohen Level. Die außergewöhnlichen Nordschleifen-Impressionen fehlen leider stellenweise.
Fazit: Für Langstreckenpokal-Fans und Nordschleifen-Fanatiker unentbehrlich!
"25 Jahre in der grünen Hölle - Das große Buch zum Langstreckenpokal"
Jörg Hildebrand, Erich Kahnt, Luki Scheuer
ISBN 3-00-007028-1
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