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Gametest: Anime Renncation: "Auto Modellista"

"Auto Modellista" aus dem Hause Capcom (Vertrieb Electronic Arts) entführt den Konsolenspieler in die wunderbare Welt der japanischen Strichzeichnung Anime - und das auf vier Rädern. Im Vordergrund stehen die elementaren Merkmale, die einen echten Racer ausmachen: schnelle Autos und heiße Rennaction.

Der optische Auftritt von "Auto Modellista" ist innovativ. Die Menüführungen meist einfach gehalten und übersichtlich. Hier kommen auch die Nachwuchsrennfahrer schnell zum Ergebnis. Die neuartige Grafikengine "Artistoon" verleiht den Rennszenen einen unwiderstehlichen Charme. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern verzichtet Capcom bewusst überzogene Realitätsnähe, so dass das Motto lauten könnte: "Ein Computerspiel, dass so aussieht wie ein Computerspiel?".

Diese Aussage steht nicht zwingend für eine schlechte Grafik. Sowohl die Rennstrecken, als auch die Fahrzeuge selbst sind detailgenau umgesetzt. Stichwort Fahrzeuge: Man muss schon Fan von japanischen Autos sein, um sich bei "Auto Modellista" wohl zu fühlen, denn nach europäischen Modellen sucht man vergebens. Mazda, Honda, Toyota, Nissan, Mitsubishi und Subaru dominieren eindeutig. Bei den Rennstrecken handelt es sich zum Großteil um wilde Phantasiekurse, als Sahnehäubchen kann auch in Suzuka gefahren werden. Leider gibt es nur sieben wirkliche Rennstrecken, dafür in unterschiedlichen Varianten.

Damit der Spielspaß nicht nach einigen Runden auf der Strecke bleibt, bietet "Auto Modellista" umfangreiche Tuning-Möglichkeiten für die einzelnen Fahrzeuge. Der Spieler ist in der Lage, unter anderem die Reifen, die Bremsen, die Radaufhängung, die Turbinen, den Auspuff, die technischen Feinheiten oder das Getriebe zu ändern. Zusätzlich kann noch optisches Tuning in Form von Spiegel, Räder oder anderen Verzierungen vorgenommen werden. Dieser Part von "Auto Modellista" geht so weit, dass man sich seine Garage selber einrichten und mit Postern ausschmücken kann.

Einer der wichtigsten Aspekte bei einem Rennspiel ist bekanntlich die Umsetzung der Fahrphysik. Und gerade hier hapert es leider bei "Auto Modellista" ein wenig. Die Boliden kleben förmlich an der Piste und neigen am Kurveneingang doch arg zum untersteuern. Selbst ein beherzter Tritt auf das Gaspedal im Scheitelpunkt der Kurve führt nicht zum gewünschten Drift. Das Fahren mutiert durch dieses Manko leider zum Beschleunigungsrennen: Vollgas, brutal abbremsen, durch die Kurve rollen, um dann wieder energisch Vollgas zu geben.

Die Steuerung ist einfach und präzise gehalten, so dass selbst ungeübte Spieler schnell damit klar kommen sollten. Der Soundtrack mit den dazu gehörigen Kraftausdrücken, die einem während der Fahrt um die Ohren geschleudert werden, wirkt auf die Dauer etwas eintönig.

Alles in allem ist "Auto Modellista" ein amüsantes Rennspiel, zum Zeitvertreib im Winter durchaus geeignet. Durch die vielen Tuning-Möglichkeiten ist Spielspaß über Tage garantiert. Sobald man sich an die rudimentäre Fahrphysik gewöhnt hat, steht rasanter Rennaction nichts im Weg. Ein optisches Feuerwerk ist "Auto Modellista" in jedem Fall.

Weitere Informationen:
www.electronic-arts.de

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