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Gametest: Gumball 3000 vs. Burnout 2

"Einmal so richtig die Sau rauslassen" - dieses Motto haben sich zwei aktuelle Rennspiele für die Playstation 2, "Gumball 3000" und "Burnout 2 - Point of Impact", auf die Fahnen geschrieben. Beide vereint die Idee von illegalen Autorennen im öffentlichen Straßenverkehr. "Gumball 3000" liegt dabei eine wahre Begebenheit zu Grunde. Die alljährliche Rallye quer durch Europa ist zum High Society-Spektakel mutiert. Jeder, der im Geld schwimmt und dem Strafzettel, die im realen Leben kaum ausbleiben, egal sind, kann mit einem flotten Sportwagen daran teilnehmen - vorausgesetzt, man hat die nötigen Kontakte.
Beide Games spielen sich, wie bereits erwähnt, im normalen Straßenverkehr ab. Dies hat natürlich zur Folge, dass man auch schon einmal mit völlig überhöhter Geschwindigkeit durch den Gegenverkehr rast. Hier ist schnelle Reaktion gefordert. Bei "Burnout 2" erhält der Spieler für besonders waghalsige und dem Gesetz entgegenwirkende Aktionen Bonuspunkte, die sich in einem Turbo-Boost verwerten lassen - als wären die Flitzer nicht schon schnell genug. Hierzu zählen möglichst lange Drifts und weite Sprünge genauso, wie lange Fahrten im Gegenverkehr und so genannte "Near Misses", möglichst nah an einem unbeteiligten Fahrzeug vorbei zu schießen. "Gumball 3000" setzt diesem Feature eine Galerie von knapp bekleideten Damen entgegen. Für jeden Schnappschuss aus der Radarkontrolle, spielt man sich diesen reizvollen Bonus frei.
Grafisch sind beide Spiele auf der Höhe der Zeit. "Gumball 3000" wirkt stellenweise etwas aufwendiger, dafür begeistert "Burnout 2" mit spektakulären Einblendungen im Falle eines Unfalls. Die Kamera wechselt umgehend und zeigt den Crash aus spektakulären Blickwinkeln. In Sachen Sound hat "Burnout 2" eindeutig die Nase vorn. Die Bolieden klingen aggressiv, beim Mitbewerber hat man eher das Gefühl, eine zahme Familienlimousine zu pilotieren.
Auch bei der Steuerung hat "Burnout 2" den Spaßfaktor auf seiner Seite. Ein kurzer Klick bei Vollgas auf die Bremse und das Heck beugt sich unweigerlich der natürlichen Fliehkraft. Dies führt zu unglaublichen Drifts, mit denen man jede sport auto Drift-Challenge für sich entscheiden würde. Bei beiden Games ist die Steuerung präzise und auf Anhieb vertraut. Nur fehlt "Gumball 3000" der gewisse Biss.
In Sachen Spielmodi bietet "Burnout 2" die meiste Abwechslung. Angefangen bei normalen Rennen gegen jeweils drei Gegner, stehen auch Verfolgungsrennen und Crash-Aufgaben auf dem Programm. Hierbei fährt man beispielsweise auf eine befahrene Kreuzung zu und versucht möglichst viel Sachschaden zu erzeugen. Zugegeben, etwas makaber, aber durchaus unterhaltend. Es geht so weit, dass man tief greifende, strategische Überlegungen anstellen muss, um Preise zu erringen.
Beide Spiele haben einen eindeutigen Suchtfaktor gemeinsam. Auch wenn "Gumball 3000" im direkten Vergleich zu "Burnout 2" etwas verblasst, ist es dennoch ein gutes Spiel, das stundenlangen Spielspaß garantiert. Die Möglichkeiten und Features bei "Burnout 2" sind einfach etwas radikaler, das Fahrzeughandling ist deutlich spektakulärer.
Die Anleitung von "Burnout 2" trifft den Nagel auf den Kopf: "Zeige der Welt, was ein echter Verkehrsrowdy ist, aber vergiss eines nicht... es ist nur ein Spiel..."
Mehr Infos:
Gumball 3000 (SCi)
Burnout 2 (Acclaim)
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