 |
Gametest: Formel Eins Arcade für PSone

Es ist schon verwunderlich, wenn ein Hersteller in Zeiten der PS2 und der X-Box zum jetzigen Zeitpunkt noch ein Spiel für die PSOne auf den Markt bringt. Konsolenhersteller Sony hatte für diesen Schritt einen einfachen Grund - die erfolgreichste Spielekonsole aller Zeiten erfreut sich noch heute großer Beliebtheit und ist preislich gerade auch für Kinder geeignet. Mit Formel Eins Arcade kommt nun der Motorsportklassiker zielgruppengerecht für die kleinen Motorsportfans - und das mit offizieller FIA-Lizenz.
Die Philosophie ist simpel und kurz erklärt: einfach nur spielen. Getreu dieses Mottos gibt es bei Formel Eins Arcade auch nur rudimentäre Einstellungen zu vollziehen, bevor man loslegen kann: Fahrer wählen, Strecke wählen und los geht´s. Dabei stehen alle Fahrer, Fahrzeuge und Strecken der Saison 2001 zur Verfügung.
Die Grafik entspricht dabei einem guten PSOne Durchschnitt, die Strecken wurden der Arcade-Anforderung angepasst. Spieler, die die Formel-1-Strecken der Saison 2001 kennen, werden etwas verwundert sein, wo in diesem Spiel überall Reifenstapel stehen. Die Umsetzung hätte insgesamt etwas liebevoller sein können, denn auch bei der Fahrphysik wurde gespart. Bis auf wenige Ausnahmen kann man fast alle Kurven ohne zu Bremsen durchfahren, selbst eine Abkürzung durch ein Kiesbett verzögert kaum.
Als Gimmick können auf der Strecke liegende Bonus-Objekte aufgesammelt werden. Diese verhelfen zu einer Portion Extraschub, Reifen mit mehr Grip, einem Zeitbonus oder einer wundersamen Reparatur des Fahrzeuges.
Alles in allem ist Formel Eins Arcade das Spiel für die jüngere Generation Motorsportfans zwischen acht und 14 Jahren. Wenn man von diesem Spiel keine Wunder erwartes, erhält man als Gegenleistung einen soliden Arcaderenner, der nicht mit Fantasienamen oder -rennstrecken aufkommt. Vielleicht können sich auch die absoluten Gelegenheitsspieler mit diesem Game anfreunden, ein richtiger Zocker ist jedoch restlos unterfordert.
|
 |