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Gametest: "Le Mans 24 Stunden" jetzt auch für PC

Die PC-Fans haben lange auf die Umsetzung des PS2-Klassikers "Le Mans 24 Stunden" warten müssen. Um genau zu sein: ein Jahr. Denn pünktlich zum dritten Sieg in Folge für das Audi-Team bei dem Langstreckenklassiker in Frankreich wurde die Umsetzung das Infogrames Spiel für den PC präsentiert.
Wer das Spiel noch nicht auf einer PS2 gesehen hat, dem sei der ausführliche Test aus dem Vorjahr ans Herz gelegt (Link am Ende des Textes). Dennoch fassen wir an dieser Stelle grob die Eckdaten zusammen. Mit insgesamt 70 Fahrzeugen kann man bei "Le Mans 24 Stunden" auf zwölf Rennstrecken Gas geben. Die Fahrzeuge kann man sich durch gute Leistungen in den fünf verschiedenen Spielmodi frei spielen. An Rennfahrzeugen ist die ganze Sportwagenelite vertreten: Audi, BMW, Mercedes-Benz, Chevrolet, Courage, um nur einige zu nennen.
Es handelt sich bei "Le Mans 24 Stunden" um eine Umsetzung der Playstation 2-Variante. Hierbei wurde das komplette Game mit allen Menüs einfach auf den PC portiert, was einige etwas unsinnige Menüführungen mit sich bringt - eine Tastatur ist nun mal kein Gamepad.
Die optische Darstellung ist weitestgehend gelungen, stellenweise hätte man die Möglichkeiten von modernen 3D-Beschleunigern etwas besser nutzen können. Einige Objekte wirken rauh und pixelig. Die nicht ganz zeitgemäße Grafik schlägt sich allerdings positiv in den recht geringen Systemanforderungen nieder. Ein Pentium 3 mit 333 MHz. reicht bei minimal 64 MB Ram und einer 16 MB 3D-Grafikkarte aus. Die visuellen Effekte können sich, genau wie bei der PS2-Version sehen lassen und transportieren die Emotionen, die den Langstreckenklassiker ausmachen, nahezu perfekt.
Leider hat das Spiel gegenüber dem Vorjahr auch inhaltlich keine Aufwertung erfahren. Die Augenweide in Form des Bentley EXP Speed 8 sucht man ebenso vergebens wie aktuelle Lackierungen der Panoz oder Audi. Hier hätte etwas Auffrischung gut getan.
Das Handling ist auf dem PC ähnlich gewöhnungsbedürftig wie auf der PS2. Die Lenkung könnte etwas direkter und straffer sein. Bemerkenswert ist jedoch, dass man, abgeschaltete Fahrhilfen vorausgesetzt, mit der PC Tastatur nach kurzer Zeit gut klar kommt. Im Gegensatz zum Einsatz eines Lenkrades. Auch nach umfassenden Studien des Handbuches und der diversen Hilfen auf der Homepage von Infogrames, konnten wir keine befriedigenden Einstellungen finden. Eine präzise Steuerung war in unserem Fall mit dem Logitech MOMO Force nicht zu bewerkstelligen; die machbaren Rundenzeiten lagen rund 10 Sekunden unter denen, die per Tastatur gefahren wurden - im Gegensatz zu anderen Rennspielen, wo die Zeiten mit einem Lenkrad deutlich sinken.
Ein entscheidender Punkt ist bei der Umsetzung von "Le Mans 24 Stunden" nicht auf der Strecke geblieben: der Spielspaß. Sieht man über die technischen Mängel hinweg, erhält man ein wirklich unterhaltsames Rennspiel. Von einer richtigen Simulation ist "Le Mans 24 Stunden" nach wir vor weit entfernt, aber für das lockere Spiel zwischendurch lohnt sich die Anschaffung allemal. "Zwischendurch" ist dabei nicht ernst zu nehmen, denn wie das reale Pendant in Le Mans liegt auch in der PC-Umsetzung der Reiz in der Langstrecke. Die zu fahrende Zeit ist zwischen 10 Minuten und 24 Stunden einstellbar.
Mehr Infos:
Gametest: Echtes Le Mans Feeling für PS2
www.infogrames.de
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