Onlinewerbung
Onlinewerbung wird im Zuge der größer werdenden Bedeutung des Internets und des Web 2.0 immer wichtiger. Zahlreiche Werbeformen sind in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren entstanden und werden immer häufiger verwendet.
Der unmittelbare Vorteil von Onlinewerbung liegt auf der Hand – man erhält direkte Auswertungen über Klick- und Conversions-Raten der User. Mit Hilfe eines bestimmten Targeting lässt sich zudem zielgruppenscharfe Werbung platzieren, indem auf themen- oder zielgruppenspezifischen Websites geschaltet wird. Streuverluste lassen sich so wesentlich besser verringern als bei anderen Werbeträgern.
Immer beliebter wird zudem Onlinewerbung, die im Pay-per-Click-Verfahren abgerechnet wird. Hierbei zahlt der werbetreibende Kunde wirklich nur für einzelne Klicks, die den User tatsächlich auf die eigene Webseite leiten.
User können durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Werbeformen und Werbeträgern im Internet angesprochen werden.
Direct-Mailings z.B. bieten dem Empfänger Werbung verpackt in informativen Texten. Durch Links zur Website des werbetreibenden Unternehmens können User so schnell und bequem weitere Informationen einholen. Auch hierbei erhält man mit Hilfe einer geeigneten Trackingsoftware absolute Zahlen über die getätigten Klicks der User.
So genannte Paidmail-Services sind dabei auch sehr verbreitet. Der User erhält dabei bewusst Werbeemails, um im Gegenzug eine Art Vergütung, meist in Form von Treuepunkten, zu bekommen.
Bannerwerbung ist die weit verbreitetste Möglichkeit, Onlinewerbung zu schalten. Dabei wird zumeist eine Flashanimation verwendet, um die Werbebotschaft darzustellen. Der Erfolg von Bannerwerbung wird durch Adimpressions (Anzahl der Werbebannerschaltung) oder AdClicks (Klickraten des Banners) gemessen.
Bei vielen Usern ist dabei bereits eine so genannte Bannerblindheit eingetreten, sodass Sie an Bannerwerbung zumeist schon gewöhnt sind.
Eine weitere Form der Onlinewerbung sind Skyscraper. Diese sind sehr hoch und werden daher oft am linken oder rechten Bildrand einer Website platziert.
Rectangles werden häufig unmittelbar im Fließtext oder Contentbereich der Website geschaltet. Hierbei erzielt man eine hohe Aufmerksamkeit beim User und die Onlinewerbung wird hierbei im jedem Fall wahrgenommen – anders als beispielsweise bei Skyscrapern. Dieser Werbeträger empfiehlt sich für Branding-Kampagnen, um so eine hohe Aufmerksamkeit und einen hohen Wiedererkennungswert in der Zielgruppe zu erreichen.
Für mehr Aufmerksamkeit empfehlen sich Pop-ups oder Pop-under. Hier wird mit dem Aufrufen einer Website ein zusätzliches Browserfenster mit Werbung geöffnet. Ein Pop-up überlagert dabei die Hauptseite und Pop-under hingegen wird im Hintergrund geöffnet. Der User bemerkt dies erst, wenn er sein Hauptfenster geschlossen hat. Leider haben immer mehr User Pop-up-Blocker eingerichtet, sodass sich dieser Werbeträger immer weniger lohnt, da er beim User nicht mehr angezeigt wird. Aus der Not heraus entstand eine neue Form des Pop-ups – die so genannten Hover Ads. Diese überlagern den eigentlichen Inhalt einer Website und beeinflussen so den Blickverlauf und die Aufmerksamkeit des Users.
Layer Ads funktionieren ähnlich wie Hover Ads. Hierbei schließt sich das überlagerte Werbefenster nach einer gewissen Zeit von selbst oder der User kann es mit Hilfe eines Schließen-Buttons schließen.
Ein spezieller Service von Google ermöglicht es zudem, Onlinewerbung in den Suchergebnissen bestimmter Keywords zu schalten. Diese so genannten AdWords werden in der rechten Spalte oder über den Suchergebnissen an erster Stelle platziert und erübrigen so eine aufwendige Suchmaschinenoptimierung.
Eine verstärkte Form der Onlinewerbung ist das Site Branding. Dabei wird eine ganze Website (farblich) so verändert und angepasst, dass sie eindeutig einer Firma oder einem Produkt zuzuordnen ist. Unter Verwendung der entsprechenden Corporate Design Vorgaben, wird der User dadurch unmittelbar an Produkt oder Firma erinnert.
Onlinewerbung wird verstärkt als aufdringlich und lästig empfunden. Daher kommen immer mehr Adblocklösungen zum Einsatz wie z.B. Pop-up-Blocker, Spamfilter oder Contentfilter zum Verhindern von Werbeeinblendungen auf Webseiten.
Die Umsätze mit Onlinewerbung hingegen haben sich, laut dem Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, 2007 in Deutschland auf 976 Mio. Euro verdoppelt.
