Direktmarketing

Was versteht man eigentlich unter dem Begriff „Direktmarketing“?
Direktmarketing, oder auch Dialogmarketing genannt, bezeichnet jede Werbemaßnahme, die einen Kunden direkt anspricht.
Direktmarketing wird in unterschiedliche Teilbereiche gegliedert.
Ein Teilbereich ist die Direktwerbung bzw. Direktzustellung. Der Vorteil als zu einer normalen Massenwerbemedium ist, dass eine höhere Zielgruppensicherheit besteht, da die Werbung personenorientierter und direkt zugestellt wird.
Der zweite Teilbereich ist das Direct –Reponse –Marketing oder auch Dialogmarketing. Das Ziel ist es hierbei, einen Abnehmer zu finden, der auf die Werbebotschaft reagiert und Interesse an dem Unternehmen hat. Hierbei wird die Möglichkeit verstärkt, sich direkt mit den Unternehmen in Verbindung zu setzen. Werbemittel die hierzu führen, sind zum Beispiel Mailings, also Beilagen, aufgeklebte Giveaways oder auch Verlosungen und Einladungen zu bestimmten Events. Durch besondere Papiersorten, wie Karton oder hervorhebende Farben, hinterlassen die Werbebotschaften einen noch intensiveren Eindruck auf den Empfänger. Sollte keine gewünschte Reaktion vom Empfänger erfolgen, werden SMS oder Nachfass Mails eingesetzt, diese dienen dem Zweck die Kundenansprache noch zu intensivieren und eventuell einen zweiten Werbeanstoß zu geben.
Ein Instrument, das gerne beim Direktmarketing verwendet wird, ist das Callcenter. Denn hier wird für das Unternehmen versucht, durch persönliche Gespräche weitere Informationen des Kunden zu bekommen, noch dazu wird dieser wieder mit dem Unternehmen konfrontiert. Außerdem kann in direkten Gesprächen auf den Kunden besser eingegangen werden, Fragen können gleich sachlich und auch verständlich beantwortet werden und hat man auch so die Möglichkeit besser den Empfänger von dem Unternehmen zu überzeugen.
Ein sehr hoher Erfolgsfaktor für ein Unternehmen sind seine Kunden. Deshalb ist es für diesen um so wichtiger seine Stammkunden gut zu beraten und natürlich auch zu behalten. Einen dieser Stammkunden zu halten, ist ca. 7 – 8 kostengünstig, als einen neuen Kunden zu werben. Und dabei ist das Direktmarketing sehr hilfreich. Die Einsatzmöglichkeiten umfassen den Verkauf von Produkten, die Kundeninformationen für Produktneuheiten, die Reaktivierung von Altkunden, den Telefonverkauf und natürlich auch die Terminvereinbarung für den Außendienst.
Es können verschiedene Formen von Werbeaktivität im Direktmarketing durchgeführt werden. Diese unterteilt man in einstufige oder mehrstufige Aktionen. Von bestimmten Faktoren hängt es ab, ob eine Aktion einstufig oder mehrstufig ist. Abhängig ist dies z. B. von der Art des Produktes und auch vom Preis. Die Auflage der Werbeaktion, die Kosten je Kontakt und natürlich auch das Werbeziel spielen dabei eine Rolle.
Beispiele für einstufige Aktionen sind Adresslektionen, Mailings mit Produktinformation oder auch das Abwarten der Bestellung. Mehrstufige Aktionen können Adresslektionen, Adressqualifikation, Anruf zur Bedarfserfassung, Mailings mit Vorteilsangeboten oder Anrufe zur Terminvereinbarungen oder Bestellungen sein.
Die Stärken des Direktmarketings liegen darin, dass sich die Stammkunden von den Verzichtskunden unterscheiden und voneinander ausgrenzen lassen. Durch die Unterscheidung hat das Unternehmen die Möglichkeit die Werbemaßnahmen für jeden Kunden individuell und personenorientierter zu gestalten. So kann man für „Starkunden“, die zu einem hohen Gewinnpotential beitragen, ein höherer Marketingaufwand betrieben werden. Diese ist zum Beispiel eine intensivere Kundenbetreuung.
Die Schwäche des Direktmarketings, ist jedoch dass die Werbemedien nur eine relativ kurze Laufzeit haben. Ebenfalls wird hier das Hauptaugenmerk auch auf die Pflege und Haltung der Stammkunden gegeben und nicht auf die Gewinnung neuer potenziellen Kunden. Denn nur neue Kunden ermöglichen es, ein wachsendes Stammkundenpotential aufzubauen.
Die nachfolgende Stufe zum Direktmarketing ist der Direktverkauf.
Direktmarketing ist eine andere Form des Vertriebes. In der klassischen Form des Vertriebsweges ist eigentlich jedem bekannt. Am Anfang dieser Kette befindet sich der Hersteller, der die Produkte erzeugt. Anschließend nehmen diese einen weiten Lauf über Export, Import um dann anschließend in den Großhandel zu kommen. Der nächste in der Kette, ist der Vertreter, dann kommt das Produkt in den Einzelhandel und erst da wird der Kunde das Produkt erwerben bzw. kaufen.
Alle die an dieser Kette beteiligt sind, müssen ihre Kosten tragen. Diese sind zum Beispiel die Kosten für die Herstellung, für die Lagerung des Produktes, die Kosten für den Fernverkehr also für den Speditör und so weiter. Schon hier fallen enorme Kosten für alle an und jeder muss dabei aber auch noch Gewinn erzielen.
Beim Direktvertriebsweg geht das Produkt vom Hersteller über einen selbstständigen Handelsvertreter und dann zum Kunden.