Verpackungsmaschinen

Im Bereich der Verpackungsindustrie finden sich zahlreiche Verarbeitungsmaschinen, die ein breites Spektrum an Verpackungen herstellen, befüllen und verschließen. Die Verpackungsmaschinen gehören zur Gruppe der Verarbeitungsmaschinen und stehen oft am Ende einer Verarbeitungsanlage. Weiterhin gibt es Verpackungsanlagen, die in der Regel mehrere Verpackungsprozesse parallel oder nacheinander bzw. den gleichen Verpackungsprozess parallel ausführen, aber auch einzelne Verpackungsmaschinen, verbunden mit einer Dosiervorrichtung für das Verpackungsgut, sind häufig.

Im Bereich der Verpackungsmaschinen kann nach der Art der Verpackung in Transport-, Um- und Verkaufsverpackung unterschieden werden. Zu den Transportverpackungen zählt das Verpacken auf Paletten (Palettierer), bei den Umverpackungen findet man vor allem Kartonverpackungen (Kartonierer) und zu den Verkaufsverpackungen gehören die Beutel und Becher, wie sie in Supermärkten zu finden sind (Becher-Verpackungmaschinen, Schlauchbeutelmachinen). Verpackungsmaschinen gibt es in horizontaler und vertikaler Bauweise, was vorrangig auf die zu verpackenden Güter zurückzuführen ist. Auf horizontalen Maschinen wird Stückgut häufig über Förderbänder dem Packmaterial zugeführt, während auf vertikalen Maschinen überwiegend Schüttgut, aber auch Flüssigkeit von oben über verschiedene Dosiervorrichtungen in die Verpackung eingebracht wird. Es gibt auch einzeln verpackte Stückgüter, die in großer Anzahl als Schüttgut weiterverpackt werden (Bonbons). Jede Verpackungsmaschine wird während ihrer Entwicklungsphase auf Flexibilität ausgelegt. Sie sollen möglichst vielseitige Stück- oder Schüttgüter verpacken können. Dem sind selbstverständlich dimensionale Grenzen gesetzt. Viele Verpackungsmaschinen decken aber einen variablen Maßbereich in 2 oder 3 Raumrichtungen ab. Beispielsweise können auf derselben Verpackungsmaschine Gummibärchen in kleine oder große Tüten abgefüllt werden und auf einer weiteren, in der Anlage verketteten, Maschine in unterschiedlich große Kartons verpackt werden.

Früher wurde im Verpackungsbereich überwiegend mit intermittierend arbeitenden Maschinen gearbeitet, womit im Bereich der Produktivität klare Grenzen gesetzt sind. Um diese Grenzen zu überschreiten wurden kontinuierlich arbeitende Maschinen entwickelt, die den heutigen Markt dominieren. Alle Verpackungsmaschinen bestehen aus mehreren Arbeitsorganen, von denen jedes eine spezifische Aufgabe erfüllt, deren Form und Funktion abhängig vom zu verpackenden Gut und der Arbeitsweise der Maschine ist. Die von Kunden geforderte Flexibilität im Formatbereich der Verpackung entscheidet über mögliche Funktionsprinzipien und deren technische Umsetzung. Bei kontinuierlich arbeitenden Verpackungsmaschinen müssen sich einzelne Arbeitsorgane mit dem Verpackungsmaterial mit bewegen, um die erforderliche Zeit am Packmaterial aufbringen zu können, z.B. wenn die Verpackung durch Siegeln oder Schweißen geschlossen wird, wie das bei kontinuierlich arbeitenden Schlauchbeutelmaschinen (Bonbontüten, Nudeltüten) oder Siegelrandmaschinen (Nudelsuppentüten) der Fall ist. Die Funktionsprinzipien der mitlaufenden Einheiten werden je nach erforderlicher Wirkdauer in der Regel durch linar mitlaufende oder rotierende Arbeitsorgane, bzw. eine Kombination aus beiden, umgesetzt. Diesbezüglich hat jede Verpackungsmaschinen herstellende Firma ihr eigenes Konzept, wovon im Laufe der Jahre viele auch patentiert wurden. Um bei kontinuierlich arbeitenden Verpackungsmaschinen den Kräften und Momenten durch die Dynamik der Bewegungen entgegen zu wirken, werden aufgrund ihres Gewichtes geeignetere Materialien als Stahl genutzt (z.B. Magnesium- oder Aluminiumlegierungen). Ein weiterer Einflussfaktor auf die technische Ausführung von Verpackungsmaschinen sind die verschiedenen Verpackungsmaterialien auch Packmittel genannt. Die Art der Verpackung hängt in erster Linie vom Produkt ab. Das Verpacken von verderblichen Waren erfolgt zum Beispiel oft mit Vakuum-Verpackungsmaschinen und einem Verpackungsmaterial, das sauerstoffundurchlässig ist und Wasser oder andere Fremdstoffe fernhält, während unverderbliche Waren oft in einfachen Kunststoff- oder Kartonverpackungen landen, je nach Anspruch des zu verpackenden Gutes. In aller Regel gilt der Grundsatz so viel wie nötig. Es kommt meistens das kostengünstigste Material, das alle nötigen Anforderungen erfüllt, zum Einsatz. Der Markt der Verpackungsmaterialien wird von den Kunststoffen dominiert, die häufig als Verbunde mit anderen Materialien oder auch anorganischen Barriereschichten auftreten. Es gibt in diesem Bereich Kunststoffverbunde mit Metall, Papier oder auch anderen Kunststoffen. Auf diese Art und Weise ist es möglich positive Eigenschaften von Materialien zu verbinden und flexiblere Verpackungen herzustellen. Heutige Verpackungsmaschinen sind somit an hohe geforderte Leistungen, die verschiedenen Packmaterialien und Packgüter auf vielfältige Weise angepasst.

Verpackungsmaschinen vereinfachen das Verpacken um ein vielfaches da sie standardisierte Abläufe automatisch abwickeln können.

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