Klebebänder
Klebebänder in allen Variationen findet man heute in allen Haushalten und in nahezu jeder Firma. Vor allem Speditionen und Logistikunternehmen die sich mit dem Verpacken und dem Transport von Gütern beschäftigen, verwenden Klebebänder.
Dabei sind Klebebänder noch gar nicht so lange im Handel erhältlich. Denn sie wurden erst im Jahr 1935 von der Industrie entwickelt. Zuvor wurden Pakete und Päckchen mit Paketschnur verschlossen und alles, was geklebt werden musste, wurde mit Papierstreifen, die mit Leim bestrichen wurden, zusammengehalten.
Bei der Markteinführung kamen die Klebebänder bei den Verbrauchern nicht sonderlich gut an. Sie waren teuer und man hatte Mühe sie zu portionieren. Erst als die ersten Klebefilmabroller für den Tisch in den Handel kamen, wurden die Klebebänder von den Kunden angenommen.
Besonders ein Produzent verwand viel Geld und Energie in die Werbung für seine Klebebänder. Diese erlangten unter ihrem Namen bald den Status eines Markenartikels. Heute werden nahezu alle Klebebänder so genannt, egal ob sie vom entsprechenden Hersteller stammen oder nicht.
Heute gibt es verschiedene Varianten von Klebebändern, diese sind speziell auf die Bedürfnisse von Industrie- und Haushaltskunden zugeschnitten. Beispielsweise gibt es voll transparente Klebebänder, mit denen man besonders gut Fotos einkleben kann. Genauso gibt es aber auch extrem dicke Klebebänder die sich vor allem für langfristige Verbindungen, die einige Belastungen aushalten müssen, eignen.
Musste man früher einen Schreibwarenladen aufsuchen um Klebebänder zu erwerben so sind sie heute überall anzutreffen. In jedem Supermarkt, Baumarkt, Schreibwarenladen, Kaufhaus, Baufachmarkt und sogar an der Tankstelle kann man Klebebänder kaufen. Spezielle Klebebänder, die auf die Bedürfnisse von Industrie und Firmen zugeschnitten sind, kann man nicht im Handel beziehen. Diese müssen von den interessierten Firmen direkt ab Werk bezogen und somit beim Hersteller geordert werden.
Egal, von welchem Hersteller die Klebebänder angeboten werden, sie funktionieren immer nach dem gleichen Prinzip. Meist handelt es sich um ein Kunststoffband, für Klebebänder die mehr Belastung aushalten müssen ist es ein textiles Kunststoffband, das um ein Vielfaches widerstandsfähiger ist als seine Brüder die transparenten Klebebänder. Die Transparenz und Reißfestigkeit der Klebebänder variiert also nach Verwendungszweck. Auf diesen Träger wird der Kleber aufgetragen. Dieser wurde so weiterentwickelt, dass er eine Klebeverbindung mit hoher Widerstandsfähigkeit schafft, sich aber zugleich fast spurlos wieder ablösen lässt. Aber vor allem auf glatten Flächen lassen Klebebänder immer noch Spuren zurück. Diese sehen unschön aus und sind sehr mühsam zu entfernen. Das kann vor allem bei Fensterfronten zum Problem werden beispielsweise in Kindergarten oder Schule, wo die Kinder gerne selbst gemalte Bilder mit Klebebändern an die Fenster kleben. Doch ein einfacher Trick schafft Abhilfe: Sprüht man nämlich die Klebebänder Reste mit Haarspray ein, lassen sie sich schon viel leichter ablösen. Besonders hartnäckigen Fällen rückt man mit dem Föhn zu Leibe. Denn wenn man die Klebebänder, vor dem Abziehen mit dem Föhn erhitzt so lassen sie sich rückstandsfrei abziehen. Natürlich darf der Kunststoffträger der Klebebänder nicht zu lange erhitzt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass er schmilzt und noch schwieriger zu entfernen ist.
Aber es gibt auch ganz neue Verwendungsmöglichkeiten für Klebebänder, nämlich in der Informationstechnologie. Zufällig entdeckten nämlich die zwei Physiker Steffen Noethe und sein Kollege Matthias Gerspach im März des Jahres 1998 an der Universität von Mannheim, dass sich Klebebänder auch als Datenspeichermedium nutzen lassen. Dies wurde im gleichen Jahr noch auf der CeBIT präsentiert, einer Fachmesse für Computer- und Informationstechnik und sorgte für weltweites Aufsehen. Diese Studien werden mittlerweile von einigen Produzenten der Klebebänder finanziert und sollen der Entwicklung der Welt kleinsten und günstigsten Datenspeichers dienen. Dabei liegt der Schwerpunkt der Forschung der beiden Physiker auf der Entwicklung eines zuverlässigen Marken- und Produktschutzes. Aufgrund dieser Studien führten einige Hersteller von Klebebändern schon im Jahr 2003 einen völlig neuen Hologrammschutz für Produkte auf der Basis von Klebebändern ein.
In der Verpackungsindustrie nicht mehr wegzudenken sind die überaus praktischen Klebebänder. Durch die einfache Bedienung und der Stärke des Klebstoffes tragen Sie zum sicheren Transport mit bei.
