Folien

Folien werden in vielen Bereichen eingesetzt, im Haushalt werden vor allem Folien aus Metall und Folien aus Kunststoff eingesetzt. Vor allem zum Frischhalten von Lebensmitteln haben sich Folien bewährt. Auch der lateinische Ursprung des Wortes folium (umhüllen) deutet auf die Verwendung von Folien hin. Sie werden benutzt um etwas zu verhüllen und so vor der Verunreinigung mit anderen Substanzen zu schützen.

Im Haushalt werden vor allem Folien aus Stanniol oder Aluminium verwandt. Allerdings kommt Aluminium immer wieder in den Verdacht den Ausbruch der Alzheimererkrankung zu begünstigen, wodurch Aluminiumfolien nicht zum Abdecken von Nahrungsmitteln verwandt werden sollen. Denn allein durch das Abdecken mit den Folien gelangen kleine Aluminiumpartikel in die Nahrung und so in den Körper. Folien aus Metall werden in einem sehr aufwändigen Prozess hergestellt. Dazu werden die entsprechenden Metallstangen als Rohmaterial immer dünner ausgewalzt. So wird das bearbeitete Material immer dünner und am Ende von vielen Walz- Durchgängen erhält man Folien aus Metall. Eine Ausnahme bildet das Blattgold, diese Folie wird vor allem in der Kunst zur Veredelung von Kunstobjekten genutzt. Folien aus Blattgold werden zunächst auch gewalzt, aber durch Hämmern ausgearbeitet.

Folien aus Kunststoff werden vor allem aus Polyethylen und Polyefinen hergestellt. Oft werden bei Folien aus Kunststoff verschiedene Kunststoffe gemischt, um die Eigenschaften der Folien zu verbessern. Besonders an den Folien aus Kunststoff ist, dass sie sich sehr leicht Oberflächen anpassen und zugleich flexibel sind. Wie bei jedem Kunststoff dient auch bei der Herstellung von Kunststoffen für Folien raffiniertes Erdöl als Rohmaterial. Durch Extrusion, Gießen, Kalandrieren oder etwa Blasformen werden daraus Folien hergestellt. Unter Extrusion versteht man einen Vorgang, bei dem zähflüssige Materialien mit hohem Druck durch einen Extruder gepresst werden. Hierfür werden die Kunststoffe zunächst erhitzt und homogenisiert. Das homogenisieren ist wichtig um Folien mit einer gleichmäßigen Oberflächenstruktur zu fertigen. Nach dem Austritt aus dem Extruder erstarren die Folien meist in einem gekühlten Wasserbad, durch dieses Erkalten ist die Formgebung vollendet. Entsprechend der Dicke der hergestellten Folien werden Düsen in unterschiedlichen Ausformungen verwandt. Das Gießen ist ein Verfahren zur Formgebung, dass seit Menschen gedenken verwandt wird. Es ist vermutlich das älteste Fertigungsprinzip, das der Mensch sich zunutze macht. Zum Gießen wird der Rohstoff zunächst verflüssigt und dann in eine feste Form gegossen. Das Rohmaterial verfestigt sich nun wieder und nimmt die vorgegebene Form an. In der Produktion von Folien durch Gießen, zeigt sich das dieses Verfahren sehr wirtschaftlich ist. Die Fertigung von Folien in großen Stückzahlen ist aber eher als problematisch zu betrachten. Beim Kalandrieren wird der Rohstoff in ein System aus vielen, nacheinander angeordneten Walzen eingebracht. Auf den warmen und sehr glatten Walzen wird der Rohstoff zähflüssig und so formbar gehalten. Vor allem Folien aus kunstoffen und Metallen werden so hergestellt. Durch die immer kleineren Abstände der Walzen werden die Rohmaterialien so lange gezogen, bis die Folien die gewünschte Dicke haben. Zur Herstellung von Folien werden besondere Kalander benutzt, diese werden Schmelzkalandar genannt. Bei dieser Art der Herstellung entstehen relativ dicke Folien, die unter anderem zu Blisterverpackungen weiterverarbeitet werden. Sehr dünne und feine Folien, wie sie etwa für Müllbeutel verwendet werden, erhält man bei der Blasform. Hierzu wird ein Strang aus heißem Kunststoff in eine spezielle Maschine eingeführt. Diese wird mit großem Druck gerade nach unten ausgestoßen, nun fährt ein Teil der Maschine der mit einem Dorn versehen ist um den so gewonnen Schlauch. Durch den Dorn wird nach dem einführen in den Schlauch, Luft in diesen eingeblasen. Durch den Druck bläst sich der Schlauch auf und erstarrt in der ihn umhüllenden Form. Durch unterschiedliche Materialien und unterschiedliche Stärken des Ausgangsmaterials lässt sich die Dicke der Folien bestimmen. Mit der Blasform kann man Folien besonders schnell und preiswert herstellen.