Federn
Federn sind die aus Keratin bestehende Körperbedeckung von Vögeln. Dies gilt für fliegende und nicht fliegende Vögel. Prinzipiell spricht man in diesem Zusammenhang von der äußeren Hülle der Vogelhaut. Im Tierreich gelten Federn als durchaus nützliche Tarnung.
Die Farbgebung des Gefieders eines Vogels ist in den meisten Fällen an seine Lebensumgebung angepasst. Hinzu kommen aber noch weitere Vorteile durch Federn für Vögel. Diese sind wasserabweisend und sehr leicht. Somit ist es Vögeln möglich zu fliegen. Hierbei spielt aber nicht nur das niedrige Gewicht des Federkleids eine Rolle. Auch die extrem leichten Knochen tragen hierzu einen Großteil bei. Diese sind im Inneren hohl und ermöglichen so den Aufstieg des Tieres in die Lüfte. Nichtfliegende Vögel haben lediglich im Laufe der Evolution das Fliegen verlernt. Sie haben sich an ihre Umgebung angepasst. Dies trifft etwa auf Pinguine und Straußen zu. Trotz der Leichtigkeit der Federn wiegt der natürliche Körperschmuck des Vogels etwa doppelt so viel wie sein Skelett. Doch erst die Wind- und Wasserschlüpfrigkeit der Federn machen ein luftwiderstandsarmes Fliegen möglich. Vögel besitzen ebenfalls die Möglichkeit über ihr Gefieder mit anderen Tieren zu kommunizieren. So können sie durch ein Aufstellen des Gefieders etwa eine Warnung ausstoßen. Auch die Balz wird von farbenfrohen Gefiederspielen begleitet. Vögel nutzen ihr Gefieder also nicht nur zum Fliegen, sondern auch für viele Lebensbereiche, wie Fortpflanzung und Kommunikation. Prinzipiell unterscheidet man zwei verschiedene Arten von Federn. Zum einen die auf der Oberfläche des Gefieders befindlichen Deckfedern und die darunter liegenden Daunen, oder auch Unterfedern. Dabei werden diese zwei Hauptarten in weiteren Funktionsfedertypen unterteilt. Dies sind zum einen Schwungfedern und die Körperfedern. Zum anderen wären Steuerfedern und Deckfedern in diesem Zusammenhang zu nennen. Diese oberen Federn werden vor allem zum Abweisen von Wasser und zum Fliegen verwendet. Die darunter gelegenen Daunenfedern sind eher zur Isolation gedacht. Sie sind ebenfalls wasserabweisend und halten das Tier auch bei kühlen Temperaturen warm. So werden Gänsedaunen auch im humanen Anwendungsbereich genutzt. So stellte man schon in der Antike Beetfüllungen aus eben diesen Daunen her. Die weichen Federn wurden dabei mit einem Stoffbezug gedeckt, der sie gleichzeitig zusammen hielt. Auf diese Art und Weise werden bis heute Bettwäschesets hergestellt und produziert. Daunen unterteilen sich im Übrigen ebenfalls in weitere Daunentypen. So gibt es Fadenfedern und Borstenfedern, wie auch Puderfedern und Halbdaunen. Diese sind vor allem Entwicklungsstufen von größeren Federn. Federn wachsen meist nach und können so erneuert werden. Nur spezielle äußere Schwungfedern wachsen nicht nach und müssen stark vom Tier geschützt werden. Auch im Bau unterscheiden sich die beiden Hauptfederarten grundsätzlich. So besitzen die äußeren Federn lange und dicke Kiele. Die Daunen hingegen weisen nur einen kurzen und dünnen Federkiel auf. Der Kiel wird bei beiden Arten in Schaft und Spule unterteilt. An der Spule existieren meist zwei Öffnungen. Einer dieser beiden befindet sich am oberen Teil, die andere am unteren Teil der Spule. Vom Schaft aus verlaufen dann die einzelnen Federäste charakteristisch in Bogen- und Hakenstrahlen. Besonders die Hakenstrahlen sind sehr wichtig für die Stabilität des gesamten Federkleids. Die Haken der Hakenstrahlen verknüpfen sich mit den Fasern der Bogenstrahlen. Somit entsteht eine gewisse Festigkeit im Federkleid. Bei den Daunen werden die gleichen Bestandteile als Daunenstrahlen und Daunenäste bezeichnet. Die Besonderheit bei den unteren Federn ist, dass sie sich nicht mit den anderen Federteilen verhaken lassen. Dies ist mit der Isolationsfunktion dieser unter den Konturfedern liegenden Daunenfedern zu begründen. Sie können sich nur an äußere Gegebenheiten perfekt anpassen, wenn sie absolut frei und einzelfaserig reagieren können. Einen Unterschied hierzu existiert bei Jungtieren. Diese besitzen ebenfalls den Daunen sehr ähnliche Oberflächenfedern. Bei diesen handelt es sich jedoch nur um noch in der Entwicklung befindliche Konturfedern. Diese wachsten mit dem Alter der Tiere dann zu herkömmliche Größe an.
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