Heizungen
In den letzten 15 Jahren sind die Kosten für das heizen um ein vielfaches gestiegen. Zusätzlich zu den steigenden Energiepreisen wurden in Deutschland neue gesetzliche Regelungen zum senken von Emissionen eingeführt. Ab Juli 2008 wird für alle Häuser und Wohnungen der Energiepass gesetzlich vorgeschrieben. Alte Heizungen haben keine Change mehr, der Einbau einer neuen Heizungsanlage rechnet sich.
Das Angebot an modernen Heizungen auf dem Markt ist groß. Für denjenigen, der seine alte Anlage modernisieren will oder ein neues Haus bauen will, ist es eine Entscheidung nicht einfach.
Moderne Heizungen, welche Energiequelle?
Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl einer neuen Heizung ist der Brennstoff, mit dem sie betrieben werden soll. Es muss vorab geklärt werden ob ein Brennstoff vor Ort zu beziehen ist, ob ausreichend Platz zur Lagerung vorhanden ist. Zur Auswahl stehen in der Regel
- Heizöl, es wird in über 30 Prozent der deutschen Haushalte als Brennstoff für Heizungen genutzt. Die Vorteile sind, eine große Auswahl an Geräten und ein dichtes Service-Netz. Auch ist die Verbrennung rußfrei. Dem gegenüber steht eine hohe Emission an Kohlendioxid.
- Erdgas, nutzen etwa 40 Prozent zum Heizen. Die Haushalte werden über Leitungen versorgt, so ist es nicht überall verfügbar. Allerdings brauchen Hauseigentümer für Erdgas-Heizungen keine Brennstofflager am Haus. Erdgas-Heizungen zählen zu den umweltfreundlichen und energiesparenden Heizungen.
- Holz, es kann für einen einzelnen Ofen in Kombination mit der Zentralheizung genutzt werden. Die Strahlungswärme eines Kachelofens ist sehr effizient. Es gibt heute auch sehr interessante Möglichkeiten Zentral-Heizungen mit Pellets zu betreiben. Holzpellet werden meist aus Abfallholz hergestellt. Hier entfällt das Holzhacken und regelmäßige nachlegen des Ofens. Pellets können heute mit moderner Technik der Brennkammer zugeführt werden.
- Sonnenenergie, die für thermische Solaranlagen genutzt wird ist für Heizungen bisher eher als Unterstützung der Heizung in Gebrauch. Es werden recht große Flächen für die Kollektoren benötigt. In einem Niedrigenergie-Haus kann die Solarenergie fast 25% des jährlichen Heizungsbedarfs decken, sogar 60 - 70% des Warmwassers.
- Strom, wird bei Nachtspeicher-Heizungen genutzt. Beim Heizen mit Strom geht viel Energie bei der Umwandlung in Wärme verloren. Nachtspeicher-Heizungen können auch als Zentral-Heizung genutzt werden. Vorteile sind, dass keine Brennstoffe gelagert werden müssen und es keinerlei Schmutz und Gerüche im Haus verursacht.
- Erdwärme kann durch Erdwärmesonden und Wärmepumpen zum Beheizen von Gebäuden genutzt werden. Im Sommer können Wärmepumpen auch als Klima-Anlage eingesetzt werden. Wie Umweltverträglich solch eine Heizungsanlage ist, hängt von der Bauart und Stromerzeugung ab.
Moderne Heizungen, aber welche?
Welche Wärmequelle soll nun aber im Haus für Gemütlichkeit sorgen? Die Qual der Wahl zwischen Heizkörpern, Flächenheizung oder dem Kachelofen, lieber Strahlungswärme oder doch Konvektion, vielleicht ist eine Kombination von beiden sinnvoll.
Mit der Wahl der Heizung beeinflussen Sie das Raumklima in ihrem Haus. Sehr viele Bauherren entscheiden sich für eine Flächenheizung wie die Fußbodenheizung. Sie kann mit alternativen Energien recht problemlos kombiniert werden und eignet sich sehr gut für Niedrigenergiehäuser-Häuser.
Flächenheizungen können auf verschiedene Art und Weise im Haus integriert werden. Neben der Fußbodenheizung sind Heizungen in der Wand durch ihre gleichmäßige Strahlungswärme recht beliebt. Eine Kombination von beiden kann ein höheres Bedürfnis an Wärme abdecken.
Hier bietet der Einsatz des gleichen Rohrtyps für Wand und Boden mehr Sicherheit. Kupferrohre unter Putz können mit einem Suchgerät jederzeit gut geortet werden. Das kann bei Wandheizungen wichtig sein, wenn z.B. ein Bild aufgehängt werden soll.
Die Wärmeleitfähigkeit der Werkstoffe, die beim Bau von Heizungen verwandt werden, hat einen entschiedenen Einfluss auf die Wärmeleistung. Kupfer ist nicht nur überdurchschnittlich in seiner Wärmeleitfähigkeit, es ist auch noch sehr langlebig. Moderne Heizungen mit Kupferrohren können mit einer geringeren Vorlauftemperatur laufen. Dieses Metall ist auch 100% Diffusionsdicht, das heißt, es kann kein Sauerstoff durch die Rohre dringen. So schützten Kupferrohre die Heizungsanlage vor Korrosionsschäden. Die Kontrollen bei der Herstellung von Kupferrohren sind international geregelt, es gelten europaweit dieselben Richtlinien. Die Herstellung wird ständig überwacht.
Die maximale Altersgrenze für Heizungen liegt etwa bei 25 Jahre. In Deutschland sollen vier Millionen Heizungen technisch veraltet sein, jedes Jahr werden es mehr.
Informieren Sie sich beim Fachmann über den Zustand Ihrer Heizungsanlage. Sie können vermutlich Energie und Geld sparen!
