Kainz Kunststoffverarbeitung GmbH

Kunststoffspritzguss, Formenbau

Die Formen bei einem Formenbau bestehen aus einer Angussseite und einer Ausstossseite. Der Formenbau dient dazu, ein bestimmtes verformbares Material in eine bestimmte, gewünschte Form zu bringen. Das Material kann mit Hilfe von verschiedenen Verfahren in das Werkzeug (die Form) gebracht werden. Man verwendet zum Beispiel den Mineralguss, das Faserspritzen oder das Formpressen, oder auch Spritzgießen, Spritzpressen oder Druckgießen, sowie das Strangpressen oder Gesenkschmieden. Man kann diese Verfahren im Formenbau auch miteinander kombinieren. Um das Material, das in die Form gepresst wurde entnehmen zu können, muss es vorher gehärtet werden. Beim Formenbau entsteht dies entweder durch Erkaltung oder durch eine Erwärmung. Das Angusssytem einer Form, die beim Formenbau genutzt wird, besteht aus einem Angusskegel, Angusskanälen und einem Angusssteg. Mit dem Formenbau werden Formen in geringer Stückzahl meistens aus glasfaserverstärkten Kunststoff hergestellt. Der Formenbau wird in vielen Bereichen benötigt, zum Beispiel bei der Herstellung von Formen für den Bootsbau. Auch in der Mikrotechnologie kommt der Formenbau zu Einsatz. Man bezeichnet ihn hier als Mikroformenbau. Die Anwendung vom Formenbau in der Mikrotechnologie hat einige Vorteile gegenüber anderen Verfahren. Bei dem Formenbau hat man die Möglichkeit der Bearbeitung von Werkzeugstählen. Man hat eine hohe Geometriefreiheit, eine geringe Umweltbelastung, eine relativ geringe Investition und noch einiges mehr.

Beim Kunststoffspritzguss handelt es sich um einen technischen Vorgang, bei dem Kunststoffgranulat zu einer flüssigen Masse geschmolzen wird, um es dann per Druck in verschiedene Formen zu pressen. Das Verfahren bietet zahlreiche Vorteile. Vor allem lassen sich durch den Kunststoffspritzguss die komplexesten Teile herstellen, da das Material sehr flexibel ist und man mit Hilfe von Werkzeugen und Schiebern das Formteil beim Kunststoffspritzguss verformen kann. Die Maschinen arbeiten mit einem Spritzgewicht von einem bis zu dreihundert Gramm. Beim Kunststoffspritzguss werden unterschiedliche Kunststoffe, je nach Kundenwunsch und Notwendigkeit, verwendet. Beispielsweise weiches und hartes PVC, Polystyrol, Polyamide und transparentes PC werden beim Kunststoffspritzguss verarbeitet. In der herstellenden Fabrik werden nach dem Kunststoffspritzguss die Nacharbeiten am Formteil vorgenommen. Verputzen, sortieren und verpacken sowie die Etikettierung werden im Anschluss an den Kunststoffspritzguss durchgeführt. Der Kunststoffspritzguss hat sich bei der industriellen Fertigung von Formteilen und Kleinteilen als kostengünstig und äußerst vorteilhaft bewiesen. Er wird in mehreren industriellen Zweigen eingesetzt. In der Automobilindustrie entstehen mittels Kunststoffspritzguss Zubehörteile für das Fahrzeug, wie beispielsweise Schutzkappen. Elektronikbauteile und Gehäuse werden in der Elektroindustrie benötigt und durch den Kunststoffspritzguss hergestellt. Filzgleiter werden in der Möbelindustrie durch Kunststoff stabilisiert. Ein Stahlnagel im Fuß des Möbelteils droht bei starker Abnutzung das Parkett zu beschädigen. Dies wird durch das Kunststoffteil verhindert.

 

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