Laserbeschriftung
Laserbeschriftung ist ein unwahrscheinlich flexibles Werkzeug, denn die einzigen Grenzen bei dieser Form der "Markierung" sind ihre Kreativität und das Material, welches beschrieben werden soll. Aber Laserbeschriftung ist kein Laserdruck! Obwohl es gerne miteinander verglichen wird.
Grundsätzlich muss jedoch zwischen Laserbeschriftung und Laserdruck unterschieden werden. Denn bei dem bekannten Verfahren des Laserdruckens wird der Pigmentauftrag, also die Farbe, mit einem nur schwachen Laserstrahl aufgetragen. Bei der Laserbeschriftung hingegen wird durch den Einsatz eines starken Laserstrahls das Material direkt selbst verändert. Dadurch sind Laserbeschriftungen dauerhaft, Wisch- und Wasserfest. Es ist eine sehr schnelle Methode der Beschriftung, und deshalb häufig im Einsatz zur nummerieren von Teilen, zum Beispiel in der Industrie.
Werden organische Materialien wie Leder, Holz, Pappe, Papier oder auch organische Kunststoffe der Laserbeschriftung unterzogen, wird durch das aufheizen eine Reaktion hervorgerufen, die im Ergebnis dem eines Brandzeichens ähnelt. Es gibt aber auch spezielle Kunststoffe die durch das Erhitzen eine Farbveränderung vollziehen und damit die Möglichkeiten dieser Technik noch erweitern. Mit einem speziellen Kohlendioxidlaser kann man sogar Plexiglas gravieren. Dadurch wird die Oberfläche des Plexiglas angeraut, aber nicht verfärbt. Mithilfe eines Lichts kann nun die Gravur zum leuchten gebracht werden, während die Restliche Platte transparent bleibt.
Das Abtragen von Farbe oder Material durch den Laser ist eine weitere Methode der Laserbeschriftung. Eine weit verbreite Anwendung dieser Technik findet man im Autobau, bei der Cockpit Herstellung, um die Bedienelemente von hinten/innen beleuchten zu können. Dort wird mithilfe des Laserstrahls das gewünschte Symbol aus einem transluzenten Kunststoff heraus gebrannt. Durch ihre Robustheit, und die Schnelligkeit bei Änderungen, stellt die diese Art der Beschriftung den rationellste Möglichkeit dar.
Anders funktionieren die Eloxalgravur und die Anlaufbeschriftung. Wird die Eloxalschicht eines organischen Kunststoffes erhitzt, kann sie so auf Aluminium übertragen werden, dabei bleibt die Eloxalschicht zumindest teilweise vorhanden. Bei der Anlaufbeschriftung wird Metall durch bestimmte Oxidationsprozesse gefärbt und markiert. Dabei ist die Schrift allerdings meist braun. Bei Glas wiederum findet die Laserbeschriftung noch eine andere Einsatzmöglichkeit. Bei Glas wird der gepulste Laser durch einen Spiegelscanner abgelenkt. Das Ergebnis ist immer eine angeraute Oberfläche, manchmal auch eine anders gefärbte Oberfläche, die nach dem Lasern sichtbar wird. Für eine Innengravur in Glas oder Plexiglas muss der Laser natürlich im inneren fokussiert werden. Dabei wird das Material punktuell auf circa 2.000°C erhitzt. Danach sieht man die bekannte raue Stelle im Glas, nur dass sie im Inneren liegt und für wunderbare Lichtspiele sorgt.
Laserbeschriftungen und Gravuren sind extrem schwer wieder zu entfernen und werden deshalb zu recht oft als Echtheitszertifikat eingesetzt. Denn sie müssen mühsam durch tiefgehendes Abschleifen entfernt werden. Bei der Innengravur ist es so gut wie unmöglich diese zu entfernen, sie könnte höchstens „überschrieben“ werden. Verpackungen, hochwertige Zubehöre, teure Werkzeuge, sogar Brillanten werden mit der Laserbeschriftung gekennzeichnet.
Bei Brillianten wird die Methode der Innengravur angewendet, die so winzig ist, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann, und daher den Wert des Schmuckstückes nicht mindert. Allerdings ist es eine große Hilfe für den Besitzer, die Versicherung und auch für die Polizei. Denn laserbeschriftete Gegenstände sind wesentlich leichter wieder zu erkennen, und die Möglichkeiten, sie nach einem Diebstahl wieder „an den Mann“ zu bringen extrem klein. Alles in allem sind die Einsatzmöglichkeiten von Laserbeschriftung nahezu unbegrenzt.
