Elektroinstallation
Unter einer Elektroinstallation versteht der Handwerker, das Erstellen von elektrischen Anlagen im niederen Spannungsbereich. Der Fachmann rund um alle Arbeiten im Bereich der Elektroinstallation ist der Elektriker. Die Elektroinstallation im niederen Spannungsbereich ist in der Regel für Haushaltskunden zu tätigen. Industrieabnehmer benötigen in den meisten Fällen Elektroinstallation im Bereich von Starkstrom.
Bei der Elektroinstallation für Haushaltskunden, kommt der Tätigkeitsbereich des Elektrikers auf die geforderten Arbeiten an. Bei Rohbauten beispielsweise besteht die Elektroinstallation darin, dass Haus mit allen benötigten Leitungen zu versehen. Das montieren von Verteilern, Steckdosen Schutzeinrichtungen gegen Überstrom (Überspannungsschutz), Fehlerstromschutzschaltern und Sicherungskästen. Die Elektroinstallation von Schaltern, Tasten, Geräten zur Bewegungsmeldung, Dämmerschaltern und Lampen nach den Bedürfnissen des Kunden. Abgeschlossen wird die Elektroinstallation durch die Messung aller Leitungen und die Überprüfung ihrer Funktionsfähigkeit. Zu diesem Arbeitsschritt gehört auch unbedingt noch die Überprüfung der Sicherungen auf einwandfreie Funktion, erst dann kann der Rohbau vom Bauherren oder Bauleiter abgenommen werden. Es ist sinnvoll diese Elektroinstallation von einem Elektriker ausführen zu lassen, weil nur dieser die einzelnen Bestandteile der Schaltanlage so zusammenfügen kann, dass alles betriebsfähig ist. Wenn die Elektroinstallation oder Teile davon fehlerhaft ausgeführt werden so kann es passiere, dass man sich beim Kontakt mit der elektrischen Anlage einen Schlag holt. Je nach Intensität dieses Stromschlages können schwerwiegende Folgen wie etwa starke Verbrennungen oder ein Herzstillstand eintreten. Bekommt man einen elektrischen Schlag und sei es nur ein leichter, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, da dieser zu Herzrhythmusstörungen und somit zum Herzinfarkt führen kann. Eine weitere Aufgabe des Elektrikers bei Elektroinstallationen, kann darin liegen alte bereits verlegte Leitungen auf Funktion und Sicherheit zu prüfen. Stellt er bei dieser Prüfung fest, dass alte Anlagen fehlerhaft sind, oder nicht mehr heutigen Sicherheitsstandards entsprechen, so müssen die fehlerhaften Leitungen durch neue ersetzt werden. Sind aber einige Leitungen in alten Häusern marode, so empfiehlt es sich eine Elektroinstallation aller Bereiche, mit neuen Leitungen und Sicherungssystemen durchzuführen. Sehr leicht können fehlerhafte Leitungen zu einem Kabelbrand führen und so die Gesundheit und das Leben der Bewohner gefährden.
Generell unterscheidet man zwei verschiedene Arten der Elektroinstallationen: auf Putz und unter Putz. Auf Putz Elektroinstallationen werden für Räume verwendet, in denen man nicht lebt wie etwa Keller, Garage, Wäscheboden und Scheune. Kennzeichnend für diese Art der Elektroinstallationen ist, dass die Leitungen sichtbar bleiben. Sie werden nur mit kleinen Halteschellen an der Wand befestigt. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man beim Bohren eines Loches in die Wand, die Elektroleitungen genau sieht und nicht Gefahr läuft eine anzubohren. Bei der Elektroinstallation unter Putz werden zunächst in der Wand Kabelschächte geschaffen. Durch diese werden im Zuge der Elektroinstallation, die Kabel verlegt. Ist die Elektroinstallation beendet, so verschwinden die Kabelschächte ganz einfach unter Putz und sind somit unsichtbar. Diese Verlegemethode wird vor allem bei Elektroinstallationen im Wohnbereich genutzt. Dadurch, dass die Kabel vollständig in der Wand verschwinden, beeinflussen sie nicht die Wohnqualität. Die Wände können nach belieben verputzt oder tapeziert werden ohne das auf den Kabelverlauf Rücksicht genommen werden müsste. Problematisch ist es allerdings, wenn versehentlich beim Bohren eines Loches, die Elektroleitung mitangebort wird. Um den Stromkreis dann wieder herzustellen, ist es nötig den Putz wieder von der Wand zu nehmen, um an den Kabeln arbeiten zu können. Dies ist natürlich mit einigem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Man kann aber mit einem kleinen günstigen Gerät, welches in jedem Baumarkt erhältlich ist zuverlässig überprüfen, an welcher Stelle in der Wand die Elektroinstallationen verlaufen und so bösen Überraschungen vorbeugen. Die Anzahl der Steckdosen und Stromkreisen, die mindestens in einer Elektroinstallation vorhanden sein müssen, ist ganz klar in der DIN 18015 geregelt. Diese vom Gesetzgeber vorgeschriebene Anzahl, darf in keinem Fall unterschritten werden da sonst die Sicherheit der Elektroinstallation ungewiss ist.
Im Allgemeinen ist Industriemontagen eine Dienstleistung, die erbracht wird bei Industrieumzügen, Werksverlagerungen und dergleichen.
